Schering und Novartis vereinbaren gemeinsame Vermarktung von neuartigem Krebsmedikament
Separater Lizenzvertrag im Bereich Augenheilkunde abgeschlossen
Anzeigen
Die Schering AG gab bekannt, dass sie den neuartigen oralen Angiogenese-Hemmer PTK787/ZK 222584 (PTK/ZK) nach dessen Zulassung gemeinsam mit der Novartis Pharma AG in Europa, Nord-Amerika und Japan vermarkten wird. Die Vereinbarung umfasst sämtliche onkologischen Indikationen von PTK/ZK und soll es beiden Unternehmen ermöglichen, das wirtschaftliche Potenzial des Produkts voll auszuschöpfen.
Schering wird dabei für den europäischen und Novartis für den nord-amerikanischen Markt die Führungsrolle übernehmen. Im Rahmen seiner Führungsrolle trägt der jeweilige Partner Kosten und Aufwand zum überwiegenden Teil, so dass ihm auch ein entsprechend größerer Anteil am Gewinn zusteht. In Japan werden Kosten und Gewinne zu gleichen Teilen verteilt. In Lateinamerika, Afrika und Australien hat Schering die exklusiven Vertriebsrechte für PTK/ZK. Novartis wird das Produkt exklusiv in Asien, Japan ausgenommen, vermarkten. Weitere Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht bekanntgegeben.
Separater Lizenzvertrag im Bereich Augenheilkunde abgeschlossen
Die Schering AG gab ferner bekannt, dass sie die Rechte an PTK/ZK für den Einsatz im Bereich Augenheilkunde in einem separaten Lizenzvertrag an Novartis übertragen hat, da dieser Bereich nicht zu den Geschäftsfeldern von Schering gehört.
Der Vertrag sieht vor, dass Schering neben einer einmaligen Grundgebühr zusätzliche Zahlungen beim Erreichen bestimmter Meilensteine sowie Lizenzgebühren erhält. Weitere Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht bekanntgegeben.
Im Rahmen des exklusiven Lizenzvertrages beabsichtigt Novartis, den Wirkstoff für die Behandlung der feuchten, altersbedingten Makuladegeneration (AMD) zu entwickeln und zu vertreiben.