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Sartorius wächst in herausforderndem Umfeld

Laborsparte legt durch organisches Wachstum und Akquisitionen deutlich zweistellig zu

25.10.2017

Sartorius verzeichnete trotz eines teilweise herausfordernden Geschäftsumfelds in den ersten neun Monaten 2017 weiteres Wachstum.

„Die Geschäftsentwicklung unserer Sparten ist in diesem Jahr durch unterschiedliche Einflüsse geprägt“, kommentierte Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg die Geschäftsergebnisse. „Während unsere Laborsparte organisch und durch den Ausbau des Portfolios im Bereich Bioanalytik weiterhin sehr dynamisch wächst, lag das Wachstum der Sparte Bioprocess Solutions gegenüber einer sehr hohen Vorjahresbasis aufgrund einiger gleichzeitig wirkender, temporärer Effekte etwas unterhalb der Erwartungen. Die grundlegenden Wachstumstreiber des weltweiten Biopharmamarktes sind jedoch unverändert intakt, so dass wir auch für unser Bioprozessgeschäft weiter hohes Wachstumspotenzial sehen und unsere mittelfristigen Ziele bestätigen.“

Geschäftsentwicklung im Sartorius Konzern

In den ersten neun Monaten 2017 steigerte Sartorius seinen Umsatz wechselkursbereinigt um 8,6% auf 1.043,6 Mio. Euro (nominal 8,1%). Am stärksten legte die Region Asien|Pazifik mit einem Umsatzplus von 24,7% auf 256,5 Mio. Euro zu. In der Region EMEA erzielte Sartorius 451,0 Mio. Euro und damit 6,3% mehr als im Vergleichszeitraum. Insbesondere in der Region Amerika wirkten sich vorübergehende Produktions- und Lieferengpässe bei Bioprocess Solutions sowie eine nach zwei sehr starken Jahren deutlich schwächere Kundennachfrage in der Sparte temporär belastend aus. Entsprechend stieg der Konzernumsatz in der Region nur moderat um 1,0% auf 336,1 Mio. Euro. Der Auftragseingang des Sartorius Konzerns stieg im dritten Quartal in beiden Sparten deutlich zweistellig und damit in der Berichtsperiode um 11,4%. (alle Wachstumsraten zu den Regionen und zum Auftragseingang wechselkursbereinigt)

Das operative EBITDA stieg im Berichtszeitraum trotz ungünstiger Währungseinflüsse um 7,3% gegenüber einer hohen Vergleichsbasis und erreichte 259,0 Mio. Euro. Die entsprechende Marge lag bei 24,8% gegenüber 25,0% in den ersten neun Monaten des Vorjahres, bei unveränderten Wechselkursen wäre der Vorjahreswert leicht übertroffen worden. Der maßgebliche Konzernnettogewinn legte um 6,9% von 98,9 Mio. Euro auf 105,7 Mio. Euro zu; der Gewinn je Stammaktie betrug 1,54 Euro (Vorperiode 1,44 Euro) bzw. je Vorzugsaktie 1,55 Euro (Vorperiode 1,45 Euro).

Zentrale Bilanz- und Finanzkennziffern des Konzerns lagen auch nach den Akquisitionen von Essen BioSciences im März 2017 und Umetrics im April 2017 weiter auf einem robusten Niveau. So belief sich die Eigenkapitalquote zum Ende des Berichtszeitraums auf 33,6% und der dynamische Verschuldungsgrad auf 2,7 (42,0% bzw. 1,5 zum 31.12.2016). Die Investitionsquote lag in den ersten neun Monaten aufgrund des umfangreichen Ausbaus der weltweiten Infrastruktur erwartungsgemäß bei 13,6%.

Geschäftsentwicklung der Sparten

Die Sparte Bioprocess Solutions, die eine breite Palette innovativer Technologien für die Herstellung von Biopharmazeutika anbietet, verzeichnete gegenüber einer sehr hohen Vergleichsbasis einen Umsatzzuwachs von wechselkursbereinigt 4,1% auf 752,9 Mio. Euro. Die Entwicklung fiel damit aufgrund einiger temporärer Faktoren in den ersten neun Monaten 2017 etwas schwächer aus als erwartet. So war die nach den zwei sehr dynamischen Jahren 2015 und 2016 relativ verhaltene Nachfrage in Nordamerika und in Teilen Europas insbesondere im dritten Quartal zusätzlich durch den Vorratsabbau einiger Kunden beeinflusst. Darüber hinaus waren infolge des Hurrikans Maria zwischenzeitlich keine Lieferungen aus der Produktion in Puerto Rico möglich und zudem ist die Geschäftsentwicklung im Bereich Zellkulturmedien aufgrund andauernder Lieferengpässe eines Partners länger als erwartet belastet. Der Einbezug der akquirierten Unternehmen kSep und Umetrics trug in den ersten neun Monaten 2017 rund einen Prozentpunkt zum Wachstum bei. Der Auftragseingang stieg stärker als der Umsatz und erreichte nach deutlich zweistelligen Zuwächsen im dritten Quartal in der Berichtsperiode eine Steigerung um wechselkursbereinigt 7,1%.

Der operative Ertrag der Sparte erhöhte sich um 2,2% auf 207,0 Mio. Euro, die entsprechende Marge lag bei 27,5% gegenüber 27,9% in der Vorperiode und hätte bei gleichen Wechselkursverhältnissen den Vorjahreswert erreicht.

Die Sparte Lab Products & Services, die Technologien für Labore vor allem der Pharmabranche und Öffentlichen Forschung anbietet, verzeichnete einen deutlichen Umsatzanstieg um wechselkursbereinigt 21,8% (nominal 22,0%) auf 290,7 Mio. Euro. Das organische Wachstum lag aufgrund einer starken Nachfrage in allen Regionen und in allen Produktbereichen bei gut 7%. Die Portfolioerweiterung in den Bereich Bioanalytik durch die Akquisition von Essen BioScience Ende März 2017 lieferte einen Wachstumsbeitrag von knapp 15 Prozentpunkten. Für den Auftragseingang wurde für die ersten neun Monate ein Wachstum von wechselkursbereinigt 24,9% erzielt.

Der operative Ertrag der Sparte stieg deutlich um 34,2% auf 51,9 Mio. Euro; die Ertragsmarge erhöhte sich trotz ungünstiger Währungseinflüsse aufgrund von Skaleneffekten im Zusammenhang mit dem guten organischen Wachstum sowie durch Akquisitionsbeiträge von 16,2% auf 17,9%.

Prognose für das Gesamtjahr angepasst und konkretisiert

Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass die vorgenannten temporären Effekte das Umsatzwachstum der Sparte Bioprocess Solutions und damit einhergehend jenes des Sartorius Konzerns auch für das Gesamtjahr 2017 beeinflussen werden. Vor diesem Hintergrund wird nunmehr für den Sartorius Konzern mit einer wechselkursbereinigten Steigerung des Umsatzes von etwa 9% (bisher etwa 12% bis 16%) gerechnet. Die underlying EBITDA-Marge wird für 2017 aufgrund der ungünstigen Währungseinflüsse etwa auf Höhe des Vorjahreswerts von 25,0% erwartet (bisher: etwas über 0,5 Prozentpunkte bei unveränderten Währungen).

Mit Blick auf die Sparten geht die Unternehmensleitung für die Sparte Bioprocess Solutions im laufenden Jahr von einem Umsatzwachstum von rund 4% (bisher etwa 9% bis 13%) und inklusive der negativen Währungseffekte von einer operativen EBITDA-Marge etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 28,0% aus (bisher etwa 0,5 Prozentpunkte bei konstanten Wechselkursen). Für die Sparte Lab Products & Services rechnet die Konzernleitung grundsätzlich unverändert mit einem Umsatzzuwachs von etwa 22% in konstanten Wechselkursen (bisherige Bandbreite 20% bis 24%) und trotz der ungünstigen Währungseffekte weiterhin mit einem Anstieg der operativen EBITDA-Marge um knapp 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert von 16,0%.

Die Investitionsquote wird für das laufende Jahr am oberen Ende der Bandbreite von etwa 12% bis 15% erwartet.

Sartorius bestätigt seine mittelfristigen Finanzziele.

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