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Merck startet mit drei Partnern ExploreBio

Zudem Patenterteilungen für seine CRISPR-Technologie in Israel und Südkorea

21.02.2018

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute den Start der Initiative ExploreBio bekannt gegeben. Das Investitionsvehikel vereint vier Investmentfonds, die sich auf die Pre-Seed-Finanzierung von Biotech-Start-ups in der Frühphase in Israel richten. Zu diesem Zweck hat sich der strategische Venture-Capital-Fonds von Merck mit Arkin Holdings, Pontifax und WuXi AppTec zusammengeschlossen und das Pre-Seed-Investitionsvehikel mit einem Volumen von 20 Mio. € eingerichtet.

„Die Start-up-Kultur in Israel ist einzigartig und inspirierend. Wir sind stolz darauf, uns aktiv an dieser Erfolgsgeschichte zu beteiligen. Jetzt machen wir den nächsten wichtigen Investitionsschritt, denn wir glauben an das Innovationspotenzial von ExploreBio“, sagte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck.

ExploreBio ist eine Initiative, die Investitionen und Managementleistungen für Proof-of-Concept-Experimente in der Biotechnologie umfasst. Zusätzlich erhalten Unternehmen, die von der Initiative profitieren, die Möglichkeit, im BioIncubator von Merck an dessen Standort in Yavne (Israel) zu arbeiten. Interessenten können ihre Investitionsvorschläge hier einreichen.

Insgesamt steht eine Summe von 20 Mio. € für die Finanzierung bereit, die auf fünf Jahre ausgelegt ist. Ziel von ExploreBio ist es, über einen Zeitraum von fünf Jahren im Rahmen von bis zu vier Investitionsrunden jährlich 1 – 1,5 Mio. € in jedes Unternehmen zu investieren. Die Unternehmen in der Frühphase würden von einem schnellen Zugang zu Finanzierungsmitteln und einem einfachen Zugang zu Anschlusskapital profitieren.

Die vier Investoren haben in der Vergangenheit bereits gemeinsam in verschiedene Unternehmen investiert, darunter Metabomed (zielgerichtete Krebstherapie) und Artsavit (Krebstherapie mittels Apoptose-Induktion).

Im Rahmen der neuen ExploreBio-Initiative will sich Merck gemeinsam mit seinen drei Partnern an Start-up-Unternehmen beteiligen, in die es sonst verfrüht wäre, zu investieren. Ein weiterer Vorteil für die vier Partner besteht darin, dass sie die Ressourcen des Konsortiums und ihre starken Beziehungen nutzen können, um die Zusammenarbeit mit den Investitionsnehmern enger und wirkungsvoller zu gestalten.

ExploreBio ergänzt die Aktivitäten von Merck zur Unterstützung der Unternehmensentwicklung von Start-ups in der Frühphase. Im vergangenen Jahr hat Merck Ventures den Innovationsinkubator PMatX ins Leben gerufen und betreibt seit 2011 am Standort Yavne sein BioIncubator-Programm.

Im Fokus von PMatX, der gemeinsam mit dem im kalifornischen San Jose ansässigen Unternehmen Flex, San Jose, Kalifornien, USA, betrieben wird, steht Elektronik der nächsten Generation. Unterstützt wird PMatX außerdem von weiteren Industriepartnern, darunter HP mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien, USA, und der weltweit operierenden US-Investmentgesellschaft Battery Ventures. PMatX wird zudem vom Technology-Innovation-Lab-Programm der israelischen Innovationsbehörde „Israel Innovation Authority (IIA)“ gefördert. Das Investitionsvolumen des partnerschaftlichen Programms beträgt insgesamt rund 20 Mio. €. Die Finanzierung ist zunächst auf drei Jahre ausgerichtet.

Am Standort von Merck in Yavne befindet sich der Healthcare- und Life-Science-Inkubator namens BioIncubator. Der Startschuss für dieses erfolgreiche Programm fiel 2011. Bis 2018 sollen bis zu 10 Mio. € in Start-up-Unternehmen mit Fokus auf Biomedizin in Israel investiert werden.

Merck beschäftigt in Israel an seinen Standorten in Yavne, Herziliya, Rehovot und Jerusalem über 300 Mitarbeiter, zumeist Wissenschaftler. Die drei Unternehmensbereiche Healthcare, Life Science und Performance Materials sind mit F&E-Standorten in Israel vertreten.

Merck gibt heute außerdem bekannt, dass die Patentämter in Israel (Israel Patent Office) und Südkorea (Korean Intellectual Property Office) Mitteilungen über die Patenterteilung für die von Merck zum Patent angemeldete CRISPR-Technologie für den Einsatz in einem Genomintegrationsverfahren für eukaryotische Zellen herausgegeben haben. Diese Entscheidungen bedeuten die fünfte und sechste Patenterteilung für die einzigartige CRISPR-Technologie von Merck. Zuvor wurden dem Unternehmen bereits Patente in Singapur, Australien, der Europäischen Union und Kanada erteilt. Merck hat Patentanmeldungen für sein CRISPR-Insertionsverfahren ebenfalls in den USA, Brasilien, China, Indien und Japan eingereicht.

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