Möglicher neuer Wirkstoff gegen Lebererkrankung Hepatitis C
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(dpa) - Ein internationales Forscherteam hat einen möglichen neuen Wirkstoff gegen die Leberentzündung Hepatitis C entwickelt. Dabei handelt es sich um ein synthetisches Molekül, das die Vermehrung der Hepatitis-C-Viren unterdrückt. Die prinzipielle Wirksamkeit zeigte sich in einer ersten, kleinen Studie mit acht Patienten. Die Gruppe um Daniel Lamarre von der kanadischen Sparte des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim berichtet darüber in einer Online-Veröffentlichung des britischen Fachjournals «Nature» (DOI: 10.1038/nature02099).
Die acht Probanden nahmen im Laufe von 48 Stunden jeweils vier Dosen des Wirkstoffs mit der Bezeichnung BILN 2061 zu sich. Zwei Tage später war im Blut der Teilnehmer die Viruslast um den Faktor 100 bis 1000 gesunken. Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet.
Von der chronischen Form der Hepatitis C sind weltweit schätzungsweise 170 Millionen Menschen betroffen. Die Übertragung erfolgt in erster Linie über Blut und Blutprodukte. Die Krankheit kann langfristig zu Leberkrebs führen. Bei entsprechender Behandlung liegen die Heilungschancen zurzeit bei etwa 50 Prozent. Aktuelle Therapien sind allerdings häufig mit Nebenwirkungen verbunden. Gegen Hepatitis C gibt es bisher keine Impfung.
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