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Verantwortungsloses Handeln: DIB kritisiert Zerstörung von Gentechnik-Versuchsfeldern

15.07.2011

Die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) verurteilt die jüngsten Zerstörungen von Versuchsfeldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen in Ostdeutschland durch radikale Gentechnikgegner aufs Schärfste. Die Täter vernichteten mit ihrer Aktion nicht nur die jahrelange Arbeit von Forschungseinrichtungen und Unternehmen, sondern bedrohten auch das Wachpersonal.

Der DIB-Vorsitzende, Dr. Stefan Marcinowski, sagte dazu: „Ein solches Vorgehen hat in einer modernen demokratischen Gesellschaft nichts zu suchen und ist zudem in Anbetracht der sich weltweit zuspitzenden Nahrungs- und Ressourcenknappheit verantwortungslos und egoistisch.“ Die Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln und Weizen in Groß Lüsewitz bei Rostock und in Üplingen (Sachsen-Anhalt) dienten der Entwicklung neuer Verfahren für die Sicherheitsbewertung bei der Zulassung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen.

Angesichts der globalen Herausforderungen muss die Politik in der EU und in Deutschland endlich beginnen, neue Technologien wie die Pflanzenbiotechnologie ideologiefrei zu betrachten und zu nutzen, erklärte Marcinowski. „Nur wenn wir die Innovations- und Wirtschaftskraft Deutschlands langfristig sichern, können wir unserer globalen Verantwortung gerecht werden.“

Biomasse entwickelt sich zunehmend zu einer wichtigen Basis für biotechnische und chemische Verfahren, um damit Arznei-, Nahrungs- und Futtermittel, Energie und Chemikalien für eine biobasierte Wirtschaft herzustellen. Mit konventionellen Techniken der Pflanzenzüchtung könne der steigende Bedarf zukünftig nicht gedeckt werden, so der DIB-Vorsitzende. Marcinowski sagte: „Wir können auf die moderne Pflanzenzüchtung nicht verzichten. Ohne sie wird die von Deutschland angestrebte Bioökonomie ein Wunschtraum bleiben.“

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