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Sutur




  Die Sutur (lat. Sutura, „Knochennaht“) ist die bindegewebige Nahtstelle zwischen zwei Schädelknochen. Sie gehört zu den unechten Gelenken.

Man unterscheidet am menschlichen Schädel (Cranium) folgende Hauptsuturen:

  • Stirnnaht (Sutura frontalis): zwischen den beiden Stirnbeinen (Ossa frontalia)
  • Lambdanaht (Sutura lambdoidea): zwischen Scheitelbein (Os parietale) und Hinterhauptsbein (Os occipitale)
  • Pfeilnaht (Sutura sagittalis): zwischen beiden Scheitelbeinen (Ossa parietalia)
  • Kranznaht (Sutura coronalis): zwischen dem Stirnbein (Os frontale) und dem Scheitelbein (Os parietale)

Die übrigen 29 Suturen werden systematisch nach den jeweils aneinander grenzenden Knochen benannt, z. B. Sutura parietotemporalis zwischen Scheitel- und Schläfenbein.

Mit zunehmenden Lebensalter verknöchern die Suturen, sodass die Schädelknochen durch Knochengewebe miteinander verbunden sind (Synostose).

Eine unübliche Verknöcherung der Schädelnähte kann zu einer Veränderung der Kopfform und als Folge z. B. zu Mikrocephalus, Trigonocephalus, Dolichocephalus, Turricephalus, Makrozephalie oder Skaphocephalus führen.

 
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