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Koronarangiographie



   

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die Koronarangiographie ist eine Angiografie der Herzkranzgefäße und damit eine spezielle Form der Röntgenuntersuchung, bei der die Koronararterien sichtbar gemacht werden. Kontrastmittel, welches in die Lumina der Herzkranzgefäße über einen Herzkatheter injiziert wird, wird mittels Röntgenstrahlen sichtbar gemacht und auf Filmmaterial oder heutzutage meist auf digitalen Speichermedien dokumentiert.

Sie dient zur Diagnostik der morphologischen Verhältnisse der Herzkranzgefäße (Koronararterien) und zur Lokalisierung von Stenosen sowie deren Art und Ausmaß. Koronarstenosen können in gleicher Sitzung mit einem Ballonkatheter aufgedehnt werden (Perkutane transluminale coronare Angioplastie, PTCA) und mit Hilfe eines Stents dauerhaft offen gehalten werden. Über eine Füllung des linken Herzens mit Kontrastmittel lassen sich Störungen des Kontraktionsablaufs des Herzens unter Durchleuchtung sichtbar machen (Lävokardiographie).

Die Risiken einer Koronarangiographie sind insgesamt als mäßig zu bezeichnen. Eine Risikozunahme entsteht durch Fettleibigkeit, eingeschränkte Nierenfunktion, generalisierte Arteriosklerose u. a. Die häufigste, aber in den meisten Fällen gut beherrrschbare Komplikation ist eine Einblutung in die Punktionsstelle der Leiste. Im Weiteren können Probleme durch das verwendete iodhaltigen Kontrastmittel (Nierenschaden, allergische Reaktion, Entgleisung einer Schilddrüsenüberfunktion, vorübergehende neurologische Probleme) auftreten. In seltenen Fällen kann es auch zu Einrissen der Herzkranzgefässe mit lebensbedrohlichen Einblutungen in den Herzbeutel (Perikardtamponade) und zu Infarkten kommen. Auch Schlaganfälle kommen in sehr seltenen Fällen vor.

Siehe auch

MyokardinfarktAngina Pectoris

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Koronarangiographie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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