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Stenose



Eine Stenose (gr. στενός, stenós „eng“) ist eine Verengung beispielsweise von Blutgefäßen. Stenosen kommen aber auch im Darmlumen, Wirbelkanal (Cauda-equina-Syndrom), an Harnleitern, in den Gallengängen und anderen Hohlorganen vor.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Stenosen der Blutgefäße

Bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) macht sich eine Stenose oft durch pectanginöse Beschwerden bemerkbar. Eine Stenose ist oft die Vorstufe eines Verschlusses, die dann zum akuten Herzinfarkt führt.

Als Aortenstenose wird die angeborene oder erworbene Verengung der Aortenklappe, bzw. des Ausflusstraktes der linken Herzkammer verstanden. Auch an anderen Herzklappen treten Stenosen auf, vor allem im Bereich der Pulmonalklappe, seltener sind die Atrioventrikularklappen (Mitralklappe und Trikuspidalklappe) betroffen. Charakteristisch für Stenosen ist bei der Auskultation ein abgesetztes, an- und abschwellendes Herzgeräusch (Crescendo-Decrescendo-Typ).

Tritt in Folge einer die Stenose ganz verschließenden Plaqueruptur (siehe Arteriosklerose) ein Herzinfarkt auf, wird primär durch einen Herzkathetereingriff versucht, das Infarktgefäß wieder zu eröffnen. Ist kein Herzkatheterlabor in der Nähe, wird zunächst medikamentös behandelt. Das Verfahren heißt systemische Thrombolyse. Zeigt sie keine Wirkung, so wird im zweiten Schritt der Patient notfallmäßig verlegt und dann durch Herzkatheter die Methode der Ballonerweiterung (PTCA) und eine Stenteinlage angewandt. Hierbei wird das Blutgerinnsel (Thrombus oder Embolus) mechanisch durch einen aufblasbaren Ballon komprimiert. Problematisch dabei ist, dass die Gefäßwände beschädigt werden können. Die beschädigten Stellen bieten einen Ansatzpunkt für neue Blutgerinnsel und entzündliche Veränderungen der Gefäßwand und es kann zur Wiederverengung (Restenose) kommen, die der eingelegte Stent verhüten soll. Um dieser vorzubeugen, wird in bestimmten Fällen die Brachytherapie eingesetzt, ein strahlenmedizinisches Verfahren. Hierzu wird in das Blutgefäß eine radioaktive Quelle eingebracht.

Ein modernes Verfahren, um eine Restenose zu verhindern, ist die Implantation eines Medikamenten-freisetzenden Stents. Die Wahrscheinlichkeit für eine Wiederverengung verringert sich so auf unter 10 Prozent.

Siehe auch


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