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Cauda-equina-Syndrom



Als Cauda-Equina-Syndrom (Cauda-Equina-Kompressions-Syndrom) wird eine Kombination mehrerer neurologischer Ausfallsstörungen bezeichnet, die auf eine massive Quetschung der Cauda equina (dem Nervenwurzelfortsatz des Rückenmarks) hinweisen.

Für ein Cauda-Syndrom sprechen:

  • Rückenschmerzen, die bis über das Knie in einen oder beide Unterschenkel ausstrahlen (sogenannte radikuläre Schmerzen)
  • Reithosenanästhesie (Sensible Störungen im Gesäß- und Oberschenkelbereich)
  • Fehlender Patellarsehnenreflex (L4) und/oder fehlender Achillessehnenreflex (S1)
  • Motorische Ausfälle im Bein- und besonders im Fußbereich (z.B. Fußheberschwäche)
  • Plötzliche, mit den Beschwerden gekommene, Impotenz
  • Stuhl- und Harninkontinenz
  • reduzierter Sphinktertonus bei rektaler Untersuchung

Ein Cauda-Equina-Syndrom besteht vor allem bei schweren Bandscheibenvorfällen oder tritt nach schweren Operationen wie Versteifungen auf, wenn die Nerven über längere Zeit gequetscht waren/sind. Im ersten Fall erfordert es eine sofortige Operation, um die degenerierten Nerven möglichst schnell wieder zu dekomprimieren. Gelingt dies nicht innerhalb der ersten 6 Stunden nach Auftreten der Beschwerden, muss damit gerechnet werden, dass die Nerven bleibende Schäden erhalten haben und der Patient damit dauerhaft an einigen Symptomen des Cauda-Equina-Syndroms leiden wird.

Aufgrund dieser Tatsache sollten Symptome, die mit denen des Cauda-Equina-Syndroms übereinstimmen, unverzüglich ärztlich untersucht und gegebenenfalls neurochirurgisch behandelt werden. Wobei dies im letzteren Fall eine Folge der Operation ist und bei 90% der Patienten dauerhaft bestehen bleibt.

Siehe auch

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Cauda-equina-Syndrom aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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