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Reithosenanästhesie



Als Reithosenanästhesie wird eine verminderte Sensibilität (Hypästhesie bis Anästhesie) bezeichnet, die in ihrer typischen Ausdehnung einer Reithose entspricht. Das Taubheitsgefühl umfasst den Bereich der Genitalien, die Region um den Anus und die Innenseiten der Oberschenkel. Die diesen Dermatomen entsprechenden spinalen Nervenwurzeln S3-S5 sind also geschädigt.

Eine akut auftretende Reithosenanästhesie wird mit einem niedrigen Querschnittssyndrom auf Höhe des Rückenmarkendes, also einem Cauda-equina-Syndrom, in Verbindung gebracht und stellt eine sofortige medizinische Behandlungsnotwendigkeit dar. Häufig treten in Kombination Inkontinenz und Impotenz sowie ein ausgefallener Analreflex als weitere Ausfallerscheinungen auf.

Quellen

Mathias Bähr, Michael Frotscher: Duus' Neurologisch-topische Diagnostik. Thieme, Stuttgart 2003. ISBN 3-13-535808-9.

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