Meine Merkliste
my.bionity.com  
Login  

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

Mathilde-Wagner-Preis für Habilitation zu neuen Ansätzen für den Erhalt von Zähnen

18.10.2017

Privatdozentin Dr. Susanne Proksch, Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie des Universitätsklinikums Freiburg, erhält den mit 10.000 Euro dotierten Mathilde-Wagner-Preis. Sie hat in ihrer Habilitation untersucht, wie sich Stammzellen aus dem Knochenmark, aus denen sich unter anderem Knochen und Knorpel entwickeln können, dazu einsetzen lassen, um Gewebe wie den Zahnhalteapparat oder die Zahnpulpa, den so genannten Nerv, zu regenerieren. Hierzu untersuchte sie im Reagenzglas, wie sich Stammzellen aus dem Knochenmark verhalten, wenn äußere Faktoren auf sie einwirken und wie sie mit Zellen aus dem Zahnhalteapparat und Knochenzellen aus dem Kiefer interagieren. Die neuen Erkenntnisse zum Verhalten der Zellen sollen vor allem dazu dienen, neue Therapieoptionen für Patienten zu finden, indem die Stammzellen in einen durch Zahnfleischentzündung abgebauten Zahnhalteapparat eingebracht werden. Damit wäre es möglich, Zähne länger zu erhalten, anstatt Zahnersatz zu verwenden. Außerdem ist die Entwicklung neuer Gewebeersatzmaterialien für die Behandlung von Zahndefekten denkbar.

Das Gleichstellungsbüro der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg vergibt den Mathilde-Wagner-Preis seit 2014 jährlich für herausragende Habilitationsschriften von Wissenschaftlerinnen der Fakultät. Mathilde Wagner, Namensgeberin der Auszeichnung, war die erste Frau, die 1901 in Freiburg als ordentlich immatrikulierte Studentin zur Doktorin der Medizin promoviert wurde – und damit eine der ersten Ärztinnen in Deutschland. Der Preis wird nach drei Kriterien vergeben: Publikation in hochrangingen Journalen, exzellente wissenschaftliche Leistungen sowie Fokus der Habilitation auf aktuelle wissenschaftliche Fragen der Grundlagenforschung in der Vorklinik, Klinik oder angewandten Forschung. Das Preisgeld kann für Sach-, Personalmittel oder Investitionen eingesetzt werden.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Knochenmarkstammzellen
  • Zahnersatz-Materialien
  • Mathilde-Wagner-Preis
Mehr über Uni Freiburg
  • News

    Rhythmus der Erinnerung

    Je mehr über die Milliarden von Nervenzellen im Gehirn bekannt ist, desto weniger erscheint ihr Zusammenspiel spontan und zufällig. Welche Harmonie der Verarbeitung von Gedächtnisinhalten zugrunde liegt, hat die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Marlene Bartos am Institut für Physiologie I verans ... mehr

    Fliegendes Labor zur Blutanalyse

    Die Max-Planck-Gesellschaft hat den Antrag für die Entwicklung eines kleinen, autonom arbeitenden Analysesystems bewilligt, das verschiedene Hormone im Blut von Vögeln im Freiland messen soll. Das Projekt „FlyMiBird" wird mit 1,52 Millionen Euro über vier Jahre gefördert. Projektpartner sin ... mehr

    Ausgründung der Uni Freiburg kooperiert mit Unternehmen in den USA

    Die cytena GmbH, ein Spin-off der Albert-Ludwigs-Universität, hat mit dem amerikanischen Unternehmen Molecular Devices eine Vertriebskooperation für die USA und Kanada vereinbart. Molecular Devices wird unter dem Namen "CloneSelect Single-Cell Printer" ein von cytena entwickeltes Laborgerät ... mehr

  • Universitäten

    Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

    Die Albert-Ludwigs-Universität liegt nicht nur im Herzen der Stadt Freiburg - die Studierenden, Professor/innen und Mitarbeiter/innen sind auch in den Alltag der Bürgerinnen und Bürger der Schwarzwaldhauptstadt integriert. Darin liegt auch einer der Reize, die das Studium in Freiburg so bel ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.