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Sehne (Anatomie)



  Eine Sehne (lateinisch: tendo, englisch: tendon) ist jener stützgewebige Teil des Muskels, mit dem dieser mit einem Knochen verbunden ist. Eine Ausnahme bilden die Zwischensehnen, die zwei oder mehrere Muskelbäuche eines Muskels verbinden oder der Ansatz an einer Faszie.

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Sehnen können relativ kurz oder auch sehr lang sein (wie bei den langen Fingermuskeln). Um Platz am Erfolgsorgan zu sparen, sind deren Muskelbäuche im Unterarm lokalisiert, während die Sehnen selbst - zum großen Teil in so genannten Sehnenscheiden verlaufend, erst an den Endgliedern der Fingerknochen ansetzen.

Sehnen bestehen wie alle Binde- und Stützgewebe aus fixen Zellen und einer Interzellularsubstanz, in die hauptsächlich kollagene Fasern (Kollagen Typ I und Typ III) eingelagert sind und damit den Sehnen ihre Festigkeit geben. Umgeben sind sie von der Sehnenhaut (lat.: Peritendineum)

Eine Sehne besteht immer aus nebeneinander verlaufenden und fest unter sich verkitteten Bindegewebsfasern, die zu Bündeln vereinigt sind. Es sind nur wenige Nerven und Blutgefäße in den Sehnen vorhanden, was eine schlechte Regenerationsfähigkeit nach sich zieht. Sehnen enthalten wahrscheinlich zu einem geringen Anteil auch mesenchymale Stammzellen. Man unterscheidet zwei Arten von Sehnen: flache, dünne, breite, mehr hautähnliche, welche sich meist an flachen Muskeln vorfinden, die so genannten Sehnenhäute oder Aponeurosen, und rundliche, strangförmige, die eigentlichen Sehnen.

Die stärkste Sehne am menschlichen Körper ist der Tendo calcanei (Achillessehne). Sie ist der Ansatzpunkt für den dreiköpfigen Wadenmuskel - Musculus triceps surae. Sie hält über eine Tonne Zugbelastung aus.


Siehe auch: Ursprung und Ansatz

 
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