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Sehnenscheide



  Eine Sehnenscheide (lat.: Vagina synovialis tendinis) ist eine mit Synovia gefüllte Hülle um eine Sehne. Sehnenscheiden haben, wie Schleimbeutel, eine Schutzfunktion und reduzieren die Reibung. Sie sind an den Stellen ausgebildet, wo Sehnen mit erhöhter Spannung über Gelenke laufen. Krankhafte Veränderungen der Sehnenscheiden werden in der Medizin auch als Tendovaginopathien bezeichnet.

Der Aufbau einer Sehnenscheide gleicht der der Gelenkkapsel oder eines Schleimbeutels. Man unterscheidet ein

  • äußeres Stratum fibrosum (Bindegewebsschicht) und ein
  • inneres Stratum synoviale (Synovialschicht).

Die Synovialschicht bildet eine Doppellamelle, deren äußeres Blatt mit der Bindegewebsschicht und deren inneres Blatt mit der Sehne verbunden ist. Die Umschlagstelle zwischen Wand- und Sehnenblatt ist das Mesotendinum. Dieses kann abschnittsweise zurückgebildet sein; die verbleibenden Reste nennt man dann Vincula.

Zwischen beiden Lamellen liegt ein Spaltraum, der mit einer geringen Menge einer viskösen Flüssigkeit gefüllt ist. Diese wird wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Eiklar als Synovia bezeichnet und ist ein Produkt der Synovialschicht.

Eine Überbeanspruchung von Sehnen oder Stichverletzungen der Sehnenscheide können zu einer Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) führen.

 
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