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Hydronephrose



  Eine Hydronephrose (Wassersackniere) ist eine irreversible, sackartige Ausweitung des Nierenhohlsystems, die mit einer Zerstörung des Nierengewebes einhergeht und durch eine chronische Harnstauung durch Störung im Harnabfluss zustandekommt. Je nach Höhe der Störung kann nicht nur das Nierenhohlsystem, sondern auch der Harnleiter als Hydroureter sackartig ausgedehnt sein.

Ursachen

Als Ursache kommen für die daraus entstehende Druckerhöhung im Nierenhohlsystem u. a. in Frage:

  1. eine mechanische Beengung
  2. Fehlbildungen, die zu einem Rückfluss des Urins in die Nieren führen, so der vesiko-ureterorenale Reflux. Nicht selten finden sich auch Fehlbildungen der gegenüber liegenden Seite sowie anderer Organe wie Augen, Genitale, Herz u. a.
  3. neuromuskuläre Erkrankungen mit dadurch bedingten neurogenen Blasenentleerungsstörungen, wie bei Paraplegie, Multiple Sklerose, Spina bifida aperta, Tabes dorsalis u. a.
  4. Störungen unbekannter Art

Eine angeborene, ausgeprägte beidseitige Hydronephrose kann sich durch eine verminderte Fruchtwassermenge (Oligohydramnion) schon während der Schwangerschaft bemerkbar machen.

Untersuchungen

Untersuchungen, die zur Abklärung einer Hydronephrose eingesetzt werden, sind Sonografie, intravenöse Pyelographie, Miktionszystourethrographie und Szintigraphie (zur Beurteilung der Nierenrestfunktion).

Siehe auch

Obstruktive Uropathie

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hydronephrose aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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