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Hering-Breuer-Reflex



Der Hering-Breuer-Reflex ist die reflektorische Begrenzung der Inspiration, wenn die Ausdehnung der Lunge ein gewisses Maß überschreitet. Die Lungendehnungsafferenzen laufen dabei im Nervus vagus. Dadurch wird eine Überdehnung der Lungenbläschen (Alveolen) verhindert und die Atemarbeit ergonomisch gestaltet. Der Hering-Breuer-Reflex dient dabei nicht der Aufrechterhaltung einer rhythmischen Spontanatmung.

Aktuelle klinische Bedeutung hat der Hering-Breuer-Reflex bei der Behandlung des Schlaf-Apnoe-Syndroms. Dieses wird häufig mit einer Überdrucktherapie (am häufigsten nCPAP) behandelt, um den kollabierenden Rachenraum offen zu halten. Dabei kommt es in der Lunge zu erhöhten Drücken, die bei einem Teil der Patienten den Hering-Breuer-Reflex auslöst und zu reflektorischen Hemmungen des Atemzentrums führt (zentrale Apnoe).

Der Hering-Breuer-Reflex wurde seinen Entdeckern benannt, dem österreichischen Arzt und Philosophen Josef Breuer und dem deutschen Physiologen Ewald Hering.

siehe auch: Formatio reticularis

 
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