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Strukturelle Infektionsforschung erhält neues Labor am DESY

22.01.2007

Am 25. Januar wird das "Laboratorium für Strukturbiologie von Infektion und Entzündung" auf dem DESY-Gelände feierlich eröffnet. Die Finanzierung erfolgte durch den Innovationsfonds des Landes Schleswig-Holstein und entsprechende Mittel der Hamburger Universität; auch das DESY selbst beteiligte sich an den Kosten. Das neue Laboratorium wird gemeinschaftlich von Prof. Rolf Hilgenfeld, Institut für Biochemie der Universität zu Lübeck, und seinem Kollegen Professor Christian Betzel vom Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Universität Hamburg zur Strukturanalyse von Proteinen genutzt. Mit der Kristallstrukturanalyse durch Röntgenbeugung läßt sich die dreidimensionale Struktur von Proteinen bestimmen, und diese dient dann als Vorlage für das Design paßgenauer Hemmstoffe. Da Proteinkristalle meist schlecht geordnet und deswegen butterweich sind, benötigt man Synchrotronstrahlung für das Beugungsexperiment. Eine solche Strahlung liefert das Deutsche Elektronensynchrotron (DESY) in Hamburg. Seit Jahren schon nutzen Hilgenfeld und sein Kollege Betzel diese Strahlung für ihre Experimente. Jetzt können sie auch die biologischen Proben direkt vor Ort vorbereiten.

Das innovativ ausgestattete Labor soll neben der Forschung auch als Plattform zur interdisziplinären Ausbildung von Studenten genutzt werden. Weiterhin ist geplant, in absehbarer Zukunft neben der Synchrotronstrahlung auch die am DESY entwickelten, hochintensiven Laser zur Strukturanalyse einzusetzen.

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