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Metamorphose (Zoologie)



  In der Zoologie bedeutet Metamorphose (griechisch μεταμόρφωση = Umgestaltung, Verwandlung, Umwandlung), auch Metabolie, die Umwandlung der Larvenform zum Adultstadium, dem geschlechtsreifen, erwachsenen Tier. Der Begriff bezieht sich speziell auf Tiere, deren Jugendstadien in Gestalt und Lebensweise vom Adultzustand abweichen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Bei der Metamorphose werden die larvalen Organe resorbiert oder abgestoßen und die vorhandenen Anlagen der Adultorgane zur Funktionsfähigkeit entwickelt. Die vielfältigen Vorgänge dabei werden hormonell (bei Wirbeltieren durch die Schilddrüse) gesteuert.

  • Die kontinuierliche Metamorphose erfolgt während der gesamten nachembryonalen Entwicklung – Abbauprozesse spielen dann eine geringe Rolle (z. B. die Anamerie bei Krebsen).
  • Die katastrophale Metamorphose stellt den Übergang vom letzten Larven- zum Adultstadium dar. Dabei werden große Teile des Larvenkörpers abgeworfen oder zurückgebildet (Beispiel: Pluteus-Larve des Seeigels). Der tiefgreifende Umbau erfolgt häufig in einem zur Nahrungsaufnahme unfähigen, unbeweglichen Puppenstadium.

Die bekanntesten Beispiele von Tiergruppen mit Metamorphose sind die Amphibien (z. B. die Umwandlung der fischartigen Kaulquappe zum Froschlurch) und die Insekten (z. B. die Umwandlung einer Raupe über die Puppe zum Schmetterling). Dabei ist zu beachten, dass der Begriff Metamorphose nicht für die gesamte Ontogenese einschließlich der embryonalen Phase steht, sondern sich in der Regel nur auf die Verwandlung eines Larvenstadiums zum Adultstadium bezieht.

Bei den Insekten wird auch eine allmähliche Metamorphose (Hemimetabolie) beobachtet, mit den Typen Epimetabolie, Prometabolie, Heterometabolie und Neometabolie. Dabei bilden sich beispielsweise larveneigene Merkmale der Flügel- und Genitalanlagen schrittweise in Richtung auf die imaginale Endstufe um oder die äußeren Anlagen entstehen erst spät, so dass flügellose Larven und flügeltragende Pronymphen- und Nymphenstadien unterschieden werden.

Bei der vollkommenen Metamorphose (Holometabolie) werden die Typen Homometabolie, Remetabolie, Parametabolie und Allometabolie differenziert. Unter diese Form fällt auch das Beispiel des Schmetterlings mit seinem Puppen-Zwischenstadium und dem dabei ablaufenden völligen Umbau der Organe.

Auch von parasitären Würmern, z. B. Leberegeln, sind komplizierte Verwandlungsprozesse mit mehreren Zwischenstufen bekannt.

Literatur

Portmann, A.: Metamorphose der Tiere. In Portmann: Biologie und Geist, Göttingen, 2000. ISBN 3-89762-002-2

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Metamorphose_(Zoologie) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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