Meine Merkliste
my.bionity.com  
Login  

Humerus



Humerus ist die lateinisch-medizinische Bezeichnung für den Oberarmknochen.     Der obere Abschnitt des Humerus trägt den Humeruskopf (Caput humeri), der mit dem Schulterblatt das Schultergelenk bildet. Der Kopf wird von zwei Knochenvorsprüngen (Tuberculum majus und minus) flankiert. Am Tuberculum majus setzen Musculus supraspinatus, Musculus infraspinatus und Musculus teres minor an. Am Tuberculum minus inserieren der Musculus pectoralis major und Musculus subscapularis. Zwischen beiden Tuberkeln liegt eine Rinne, Sulcus intertubercularis, durch die die Ursprungssehne des langen Kopfs (Caput longum) des Musculus biceps brachii zieht. Beim Pferd liegt in dieser Rinne ein weiterer Höcker, das Tuberculum intermedium.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Unterhalb des Tuberculum majus liegt der Armbeinhöcker, Tuberositas deltoidea, zum Ansatz des Musculus deltoideus. Außerdem entspringen am oberen Teil des Humerus Caput mediale und Caput laterale des Musculus triceps brachii und Musculus brachialis. An der Innenseite zieht vom Tuberculum minus eine Leiste nach unten (distal). Diese Crista tuberculi minoris dient zum Ansatz des Musculus teres major.

Am Humerusschaft liegt die Crista humeri, die eine Rinne am Humerus begrenzt, durch die sich der Musculus brachialis windet. Sie wird deshalb als Sulcus musculi brachialis bezeichnet. Über die Crista humeri zieht auch der Nervus radialis, der an dieser Stelle besonders verletzungsgefährdet ist.

Das untere Ende des Humerus trägt einen Gelenkknorren, Condylus humeri. Dieser bildet mit Radius und Ulna das Ellbogengelenk. Der Condylus humeri lässt sich untergliedern in die medial gelegenen Trochlea humeri, die mit der Incisura trochlearis der Ulna in Verbindung steht, und das lateral gelegene Capitulum humeri, das mit dem Caput radii in Verbindung steht. Ein seltener Atavismus beim Menschen ist der Processus supracondylaris.

Bei der Streckung des Ellbogens gleitet ein Fortsatz (Processus anconeus) der Ulna in die Fossa olecrani, eine tiefe Grube an der Hinterseite des Humerus. Bei falscher Beanspruchung kann dies zum Tennisarm führen.

Nimmt man die fünffache Länge des Humerus kann man die Körpergrösse des jeweiligen Skelett messen.


Siehe auch: Arm, Skelett

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Humerus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.