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Ductus thoracicus



Der Ductus thoracicus (von lat. ductus „Gang“ und (altgriech. ϑοράξ) „Brustkorb“) ist ein Lymphsammelstamm in der Brusthöhle und damit Teil des Lymphsystems. Die Erstbeschreibung dieses Gangs erfolgte im 17. Jahrhundert durch Jean Pecquet bei Hunden, beim Menschen einige Jahre später durch Thomas Bartholin.

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Der Ductus thoracicus beginnt in der Lendenzisterne (Cisterna chyli), einem Lymphsammelsack ventral der ersten Lendenwirbel, der die gesamte Lymphe aus der Bauchhöhle, Beckenhöhle und Beinen (bzw. Hintergliedmaßen) sammelt. Da ein Großteil der im Darm resorbierten Fette über die Lymphe abtransportiert wird, hat die Lymphe nach der Nahrungsaufnahme ein milchig-trübes Aussehen, weshalb der Ductus thoracicus im Deutschen auch als „Milchbrustgang“ bezeichnet wird.

Von der Lendenzisterne zieht der Ductus thoracicus durch das Zwerchfell in die Brusthöhle und liegt hier rechts der Aorta. In der Brusthöhle nimmt der Ductus thoracicus noch die Lymphe der Brustorgane, beim Menschen auch die des linken Armes (Truncus subclavius) und der linken Kopf-Halsseite (Truncus jugularis), auf und mündet in den linken Venenwinkel (Zusammenfluss von Vena subclavia und Vena jugularis interna zur Vena brachiocephalica). Damit ist die Lymphflüssigkeit wieder mit dem Blut vereinigt. Auf der rechten Körperseite nimmt er zuvor noch den Ductus lymphaticus dexter, einen kurzen Lymphsammelstamm der Kopf-, Hals und Armlymphe auf.

Eine Ruptur des Ductus thoracicus führt zum Ausfluss von Lymphe in die Brusthöhle (Chylothorax).

 
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