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Coronaviren



Coronaviren
 
Systematik
Reich: Viren
Baltimore K. ((+)ssRNA-Viren) IV
Ordnung: Nidovirales
Familie: Coronaviren
Wissenschaftlicher Name
Coronaviridae

Coronaviren (Coronaviridae) sind eine seit langem bekannte Familie von behüllten Einzel(+)-Strang-RNA-Viren, (ss(+)RNA), die die beiden Gattungen Coronavirus und Torovirus umfasst.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Merkmale

Der Name leitet sich vom Aussehen der Viren ab: auf der äußeren lipidhaltigen Virushülle sitzen in regelmäßigen Abständen bestimmte Glycoproteine auf, die keulenförmige Enden besitzen. Dadurch erinnern sie an einen Kranz (dt. für corona). Die Viren sind unregelmäßig geformt und besitzen einen Durchmesser zwischen 60 und 220 nm. Sie enthalten eine 20-30 Kilobasen lange unsegmentierte (+)-Strang-RNA. Diese wird in der Zelle direkt in Proteine übersetzt. Dabei entsteht unter anderem das Enzym RNA-abhängige RNA-Polymerase, welche das Genom zunächst in einen Antigenom(-)-Strang umschreibt. Von diesem werden wiederum (+)-Stränge gebildet. Außerdem werden von dem Antigenom subgenomische mRNAs transkribiert, die für die Strukturproteine codieren.

Coronaviren sind empfindlich gegen Lösungsmittel.

In der Gattung Coronavirus gibt es 13 verschiedene Arten, die Wirbeltiere (Hunde, Katzen, Rinder, Schweine, einige Nagetiere und Vogelarten) infizieren. Zwei Arten, Human coronavirus 229E und Human coronavirus OC43, gemeinsam mit HCoV abgekürzt, verursachen beim Menschen Erkältungssymptome. Etwa ein Drittel aller Erkältungskrankheiten werden von HCoV ausgelöst. Das im März 2003 ausgebrochene Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) wird ebenfalls von einem Coronavirus verursacht.

Einige wichtige Coronaviren

 

Literatur

  • I. Stock: Coronaviren als Krankheitserreger des Menschen. Chemotherapie Journal 13(1), S. 17 - 26 (2004), ISSN 0940-6735
  • I. Stock: Coronaviren: Erreger von SARS und anderen Infektionen. Medizinische Monatsschrift für Pharmazeuten 27/1), S. 4 - 12 (2004), ISSN 0342-9601
 
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