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Angioskopie



Die Angioskopie (griechisch: Angio- = Wortteil Gefäß-; scopein = betrachten, untersuchen) bezeichnet in der Medizin die direkte, die endokopische oder virtuell endoskopische Betrachtung von Gefäßen, vor allem von Blutgefäßen und Gallenwegen.

Inhaltsverzeichnis

Formen

Man unterscheidet verschiedene Formen der Angioskopie:

  • Angioskopie mit einem Angioskop bzw. einem speziellen Endoskop
  • Direkte Angioskopie (Kapillarmikroskopie)
  • virtuelle Angioskopie

Angioskopie mit einem Angioskop

Technik

Das Angioskop verfügt wie jedes Endoskop über eine Lichtquelle, eine Glasfaseroptik (Fiberoptik) und einen Katheter zur Spülung mit Kochsalzlösung. Bei der konventionellen Angioskopie wird das Angioskop, über einen Gefäßschnitt in das Blutgefäß eingeführt. Das Angioskop ist mit einer Videokamera verbunden, welche die Bilder aus dem Inneren des Blutgefäßes kontinuierlich aufgezeichnen kann. Die freie Sicht auf die Gefäßinnenwände wird durch Spülen mit Kochsalzlösung gewährleistet. Der Blutfluss darf dadurch nur für kurze Zeit (maximal 30 Sekunden) unterbrochen werden, da es sonst zu Sauerstoffmangel der Gefäße und der sie umgebenden Gewebe kommen kann.

Anwendungsgebiete

Angioskopie der Blutgefäße (Hämangioskopie)

Die Angioskopie ermöglicht in erster Linie eine Beurteilung von Stenosen und atherosklerotischen Gefäßveränderungen, insbesondere der Morphologie und der Farbe. Sie wird hauptsächlich zur Kontrolle der Koronargefäße (Koronarangioskopie) oder der Karotiden (Karotisangioskopie) nach einer Koronar- bzw. Karotisangioplastie durchgeführt. Die Angioskopie ist kein Ersatz für die Angiographie, sondern eine ergänzende Untersuchungsmethode.

Angioskopie der Gallenwege (Cholangioskopie)

Die Angioskopie der Gallenwege (Cholangioskopie) ermöglicht die Entfernung von Gallensteinen und die Entnahme von Gewebeproben (z.B. Tumorgewebe).

Direkte Angioskopie (Kapillarmikroskopie)

Betrachtung oberflächennaher Blutkapillaren durch den Fingernagel (subungual) und durch die Haut mit einem Mikroskop oder auch einer Lupe sowie die Spiegelung des Augenhintergrunds.

virtuelle Angioskopie

3-dimensionale Gefäßdarstellungen, die aus Schnittbildern (z.B. Computertomogrammen) errechnet werden.

Quellen

Dieser Artikel enthält Text aus Flexikon, einem Wiki der Firma Doccheck, und ist durch die GNU/FDL lizenziert.
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Angioskopie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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