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Koronargefäß



  Als Koronar- oder Herzkranzgefäß wird eine Arterie bzw. Vene bezeichnet, die den Herzmuskel mit Blut versorgt oder dieses aus ihm abführt. Die Herzkranzgefäße sind kranzförmig um das Herz angeordnet. Das Wort stammt vom lateinischen coronarius, was kronen- oder kranzförmig bedeutet.

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Inhaltsverzeichnis

Koronararterien

Die Koronararterien gehen von der Aorta kurz nach der Aortenklappe ab.

Es gibt eine linke (Arteria coronaria sinistra) und eine rechte Arterie (Arteria coronaria dextra).

Die linke Koronararterie teilt sich nach etwa 1 cm in den Ramus circumflexus (RCX) und den Ramus interventricularis anterior (RIVA, engl.: left anterior descending, LAD), welcher vorne zwischen linker und rechter Herzkammer zur Herzspitze zieht, auf. Bis zur Gabelung spricht man vom Hauptstamm (Truncus communis). Die linke Arterie versorgt die Herzvorderwand und die Seitenwand.

Die rechte Koronararterie (RCA) hat einen Hauptast, den Ramus interventricularis posterior (RIVP). Die Hinterwand und der Sinus- und AV-Knoten werden im Regelfall von der rechten Koronararterie versorgt, ebenso die rechte Kammer und der rechte Vorhof und zum Teil auch linke Kammeranteile.

Versorgungstypen

Wenn die linke Herzkranzarterie auch die Hinterwand und die Knoten mitversorgt, spricht man von einem Linksversorgertyp, wohingegen man bei einer (Mit-)Versorgung der Vorderwand durch die rechte Koronararterie von einem Rechtsversorgertyp spricht; der Normalfall wird als Intermediärtyp bezeichnet.

Den Normalfall (bei rund 50 % der Bevölkerung) stellt der ausgeglichene Typ dar.

Die Arteria coronaria sinistra versorgt dabei:

  • den linken Vorhof,
  • die Muskulatur des linken Ventrikels,
  • den Großteil des Septums interventriculare,
  • einen Anteil der Vorderwand des rechten Ventrikels.

Die Arteria coronaria dextra versorgt:

  • den rechten Vorhof,
  • die Muskulatur des rechten Ventrikels,
  • den hinteren Teil des Septum interventriculare,
  • den Sinusknoten,
  • den AV-Knoten,
  • teilweise auch linke Kammeranteile.

Koronare Herzkrankheit

Die Koronararterien sind Terminalarterien, es gibt keine Umgehungskreisläufe, die im Notfall eine Versorgung übernehmen könnten. Im Falle eines Verschlusses stirbt das versorgte Gebiet ab (Myokardinfarkt, ischämische Nekrose). Sind die Herzkranzgefäße geschädigt, so spricht man von einer koronaren Herzkrankheit (KHK).

Koronarvenen

Die großen Koronarvenen laufen über weite Strecken parallel zu den Koronararterien und münden über den Sinus coronarius im rechten Vorhof. Kleinere Koronarvenen münden direkt im rechten Vorhof oder in andere Herzräume, wie zum Beispiel die Vv. ventriculi dextri(rechter Vorhof) und die Vv. cardiacae minimae(Innenräume des Herzens).

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Koronargefäß aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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