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Neuer Master-Studiengang Infection Biology an der Universität Lübeck
Vorbereitung auf die selbständige wissenschaftliche und angewandte Tätigkeit an für den Menschen relevanten Krankheitserregern
07.08.2012: Zum Wintersemester 2012/13 startet an der Universität zu Lübeck und dem Forschungszentrum Borstel der neue Master-Studiengang Infection Biology. Das Studium bereitet umfassend auf die selbständige wissenschaftliche und angewandte Tätigkeit an Krankheitserregern vor, die für den Menschen relevant sind.
Weltweit gehören Infektionen zu den wichtigsten Ursachen für erhöhte Mortalität und Morbidität und stellen die Gesellschaft vor große gesundheitspolitische Herausforderungen. Zu deren Lösung bedarf es fachspezifisch gut ausgebildeter Akademiker für Forschung und Praxis in Grundlagenwissenschaft, klinischer und pharmazeutischer Forschung und Entwicklung, in Lehre und Ausbildung, in Diagnostik, Epidemiologie, und in der Gesundheitspolitik.
Der neue Master-Studiengang Infection Biology wird zeitgleich mit der Gründung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung eingerichtet, in dem sowohl das Forschungszentrum Borstel als auch die Universität zu Lübeck Partner sind.
Das Ziel des Studienganges Infection Biology ist die interdisziplinäre Ausbildung in Infektionsbiologie. Er richtet sich an Studienabgänger der Biologie und verwandter Disziplinen ebenso wie der Human- und Tiermedizin. Die internationale Ausrichtung des Programms ist gekennzeichnet durch das Angebot der Kurse und die Verfassung der Master-Arbeit in englischer Sprache.
Die angebotenen Vorlesungen, Seminare und Praktika bilden die Studierenden in Mikrobiologie, Immunologie, Zellbiologie, Biochemie, Biophysik, Strukturbiologie, Klinik (Pathologie, Diagnostik, Therapie, Prophylaxe) und Epidemiologie der Infektionskrankheiten und ihrer Erreger (Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze) in grundlegender und intensivierter Form aus.
Der Master (M.Sc.) dient dem Eintritt in das Berufsleben oder öffnet den Weg zur Promotion. Sie ist für eine Karriere an Hochschulen oder in Forschungsabteilungen von Unternehmen zumeist Voraussetzung.
Der Master in Infektionsbiologie ermöglicht sowohl eine wissenschaftliche Karriere als auch den Einstieg in die klinische und pharmazeutische Forschung und Entwicklung, in die universitäre Lehre und Ausbildung, aber auch in die Ausbildung von technischem Personal. Absolventen werden ebenso für angewandte Bereiche wie die Diagnostik, Überwachung und Epidemiologie von Infektionskrankheiten und damit für Tätigkeiten in der Gesundheitspolitik vorbereitet.
Inhalte des Studienganges sind unter anderem vertiefte Kenntnisse im Bereich molekulare Infektionsbiologie, medizinische Mikrobiologie, Infektionsimmunologie und zelluläre Mikrobiologie unter besonderer Berücksichtigung medizinrelevanter Aspekte, in infektionsrelevanter Strukturbiologie und Biophysik sowie in Modellsystemen für die Infektionsforschung und Versuchstierkunde. Vermittelt werden unter anderem Grundkenntnisse und fachspezifische Kenntnisse in der Klinik, Epidemiologie, Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten, in Biostatistik, Bioinformatik und Modellierung sowie im praktischen Arbeitsschutz. Die Studierenden erwerben praktische Fertigkeiten für die Erforschung komplexer infektionsbiologischer Prozesse, beteiligter Strukturen und ihrer Anwendungen für den Patienten wie auch grundlegende Fähigkeiten zur wissenschaftlichen Kommunikation in englischer Sprache. Der Studiengang macht die ethischen Implikationen biomedizinischer Forschung bewusst und legt die grundlegende Fähigkeit für den gesellschaftlichen Diskurs über Forschung und ihre Auswirkungen an.
Leiter des Studiengangs ist Prof. Dr. rer. nat. Ulrich E. Schaible, Direktor am Forschungszentrum Borstel.
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