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Wundballistik



Wundballistik ist die Lehre vom Verhalten der Geschosse beim Eindringen in den Körper eines Menschen oder Tieres. Insbesondere wird das Verhalten des Geschosses beschrieben sowie die von ihm bewirkten Verletzungen an Geweben und Organen. Die Wundballistik ist ein interdisziplinärer Bereich mit Verbindungen zur Medizin, Forensik und Militärforschung.

Im Bereich des Militärs gilt: Die entstehenden Schussverletzungen sollen den Gegner sofort töten oder innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen, um zu verhindern, dass ein angeschossener Feind noch gegen eigene oder verbündete Kräfte wirken kann.

Im Bereich der Jagd gilt: Die entstehenden Schussverletzungen sollen das Tier möglichst auf der Stelle töten und bewegungsunfähig machen (Blattschuss), um einerseits dem Tier unnötige Qualen zu ersparen und andererseits zu verhindern, dass das getroffene Tier noch flüchten kann. Dennoch sollte das Geschoss so wenig wie möglich Schaden am Gewebe verursachen, um den Wert des Felles und des Fleisches nicht zu mindern.

Erforscht wird die Wundballistik mit Hilfe von ballistischer Gelatine oder Tierversuchen[1], auf welches die Projektile abgeschossen werden.

Siehe auch:


Literatur

  • Beat Kneubuehl, Karl Sellier: Wundballistik und ihre ballistischen Grundlagen. Springer, Berlin, Januar 2001, ISBN 978-3540666042
  • Vincent J.M. DiMaio: Gunshot Wounds. CRC Press, Dezember 1998, ISBN 978-0849381638

Fußnoten

  1. LeMas schießt auf lebende Schweine - Artikel der Tierschutzorganisation PETA
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wundballistik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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