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Quecksilber(II)-nitrat



Strukturformel
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Quecksilber(II)-nitrat
Andere Namen

Quecksilberpernitrat

Summenformel Hg(NO3)2
Hg(NO3)2·H2O (Monohydrat)
CAS-Nummer 10045-94-0 (wasserfrei)
7783-34-8 (Monohydrat)
Kurzbeschreibung weiße Kristalle, meist als Pulver
Eigenschaften
Molare Masse 324,60 g/mol (wasserfrei)
342,62 g/mol (Monohydrat)
Aggregatzustand fest
Dichte 4,3 g/cm3 (Monohydrat) [1]
Schmelzpunkt 79 °C (wasserfrei) [1]
Siedepunkt zerfällt vor Erreichen des Siedepunkts
Löslichkeit

unter Hydrolyse gut löslich in Wasser

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
Umweltgefährlich
N
Umwelt-
gefährlich
[2]
R- und S-Sätze R: 26/27/28-33-50/53 [2]
S: (1/2-)45-13-28-60-61[2]
WGK 3 [3]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Quecksilber(II)-nitrat ist das Salz des zweiwertigen Quecksilbers mit Salpetersäure und hat die chemische Summenformel Hg(NO3)2. Mit einem Schmelzpunkt von 79 °C ist es bei Raumtemperatur unter Normalbedingungen ein Feststoff. Im Handel ist es zumeist als Monohydrat erhältlich.

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Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Lösungen von Quecksilber(II)-nitrat lassen sich durch Reaktion von elementarem Quecksilber mit heißer, konzentrierter Salpetersäure herstellen. Damit es nicht zur Ausfällung von Hydrolyseprodukten kommt, muss die Lösung sauer gehalten werden. Beim Eindampfen entstehen Kristalle des Octahydrats Hg(NO3)2·8 H2O.

Verwendung

Quecksilber(II)-nitrat wurde früher in der Herstellung von Filz und zur Behandlung von Fellen verwendet. Über die aus Waschvorgängen anfallenden Fabrikationsabwässer gelangte es dabei oft in die Umwelt. Aufgrund seiner hohen Giftigkeit und Umweltschädlichkeit wird es heute nicht mehr für diese Zwecke verwendet.

Gefahren

Als wasserlösliches Quecksilbersalz wird Quecksilber(II)-nitrat beim Verschlucken schnell resorbiert und ist daher als sehr giftig eingestuft. Selbst bei dem geringem Kontakt, auch Einatmen des Staubes oder Hautberührung, wird sofort medizinische Hilfe benötigt. Im Körper zeigt es kumulative Eigenschaften

Quecksilbernitrat ist sehr schädlich für das biologische Gleichgewicht in Gewässern. Daher darf es nicht in die Umwelt gelangen.

Wie viele anorganische Nitrate ist auch Quecksilbernitrat ein Oxidationsmittel. Es kann daher in Kontakt mit brennbaren, organischen Stoffen, zum Beispiel Kohlenwasserstoffen, Alkohol, aber auch mit Reduktionsmitteln heftig oder gar explosiv reagieren.

Quellen

  1. a b chemfinder.com, abgerufen 8. August 2007
  2. a b c Nicht explizit in RL 67/548/EWG, Anh. I gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Quecksilberverbindungen, anorganisch, soweit nicht gesondert aufgeführt“
  3. BGIA GESTIS, abgerufen 7. August 2007
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Quecksilber(II)-nitrat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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