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Nahrungsmittel-Intoleranz



Nahrungsmittel-Intoleranzen sind eine besondere Form von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, nämlich nicht-toxische und nicht-immunologisch bedingte Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Begriff Nahrungsmittel-Intoleranz ist nicht zu verwechseln mit Nahrungsmittelallergie - bei letzterer kommt es sehr wohl zu einer immunologischen Erkennung der Beschwerde-auslösenden Substanzen.

Inhaltsverzeichnis

Pathophysiologie

Nach den zugrunde liegenden Pathomechanismen werden drei Arten von Nahrungsmittel-Intoleranzen unterschieden: die Enzymopathien, die pharmakologischen Nahrungsmittel-Intoleranzen und die Pseudoallergien.

Enzymopathien

Ursache der Enzymopathien sind bestimmte Enzymmangel oder Enzymdefekte, die es den betroffenen Personen unmöglich machen, bestimmte Nahrungsbestandteile (vollständig) zu verdauen. Die Enzymmangel oder Enzymdefekte können entweder angeboren oder erworben sein.

Folgende Enzymopathien sind bekannt:

Die Histamin-Intoleranz[1] gleicht in ihrem klinischen Bild der Lebensmittelallergie, da es in beiden Fällen zu einer Symptomvermittlung durch Histamin kommt. Bei der Histamin-Intoleranz werden jedoch keine IgE-Antikörper gegen Nahrungsbestandteile gebildet, sie bedarf also keiner Sensibillisierung und tritt bei jedem Kontakt mit Histamin auf. Nahrungsmittel mit besonders hohem Histamingehalt sind z.B. Rotwein, gereifter Käse, geräucherte Fleisch- und Wurstwaren.

Pharmakologische Nahrungsmittel-Intoleranzen

Bestimmte Substanzen in Nahrungsmitteln sind pharmakologisch aktiv und können, wenn sie in großen Mengen verzehrt werden, zu Symptomen der Nahrungsmittel-Intoleranzen führen (relative Intoleranz).

Pseudoallergien

Pseudoallergien gleichen Allergien in ihrem klinischen Bild, zeigen sich also mit ähnlichen Symptomen. Bei den Pseudoallergien kommt es zu einer unspezifischen Aktivierung und Degranulierung von Mastzellen.

Typische Auslöser sind:


Siehe auch

  • Intoleranz (Medizin)
  • Gluten-Intoleranz oder besser Zöliakie (im Erwachsenenalter auch einheimische Sprue). Sie gehört zu den immunologisch bedingten Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Quellen

  1. Reinhard Jarisch (2004): Histamin-Intoleranz, Histamin und Seekrankheit. Thieme, ISBN 3-13-105382-8 Kap. 3.7 Histamingehalt in Nahrungsmitteln:26-39.
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nahrungsmittel-Intoleranz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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