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Minipille



Die Minipille ist eine hormonelle Verhütungsmethode für Frauen. Im Gegensatz zu anderen hormonellen Kontrazeptiva ist sie ohne Östrogenanteil.

Typische darin enthaltene Gestagene sind Levonorgestrel oder Norethisteron.

Die Wirkung beruht nicht auf einer Ovulationshemmung, sondern auf Schleimeindickung und Nidationshemmung:

  • Schleimeindickung: Der Muttermundschleim verflüssigt sich nicht, sondern bleibt zäh und bildet so eine Barriere für die Spermien am Gebärmutterhals
  • Nidationshemmung: Der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und die Vorbereitung der Schleimhaut auf eine Nidation (Einnistung) der Blastozyste wird gehemmt. Die Schleimhaut verändert sich so, dass eine Einnistung eigentlich nicht erfolgen kann. Dieser Wirkungsmechanismus ist ethisch umstritten. Kritiker nennen ihn frühabtreibend, weil er verhindert, dass ein Mensch in seinem frühesten Lebensstadium in der Gebärmutter mit Nahrung versorgt wird (Interzeption).

Eine Indikation für die Minipille ist eine Östrogenunverträglichkeit, wie z. B. nach einem Mammakarzinom.

Die Minipille hat im Vergleich zu Kombinationspräparaten einen um das ca. zehnfache erhöhten Pearl-Index von ca. 2.5

Minipillen schützen nur in 97 bis 99,5 % pro Anwendungsjahr vor einer unerwünschten Schwangerschaft. Außerdem führen Minipillen sehr häufig zu Zwischenblutungen. Minipillen sind vor allem für stillende Frauen (Östrogene hemmen die Muttermilchproduktion) und für Frauen, die wegen einer Krankheit keine Östrogene erhalten dürfen, geeignet. Eine Ausnahme bei den Gestagenpillen bildet eine auf Desogestrel basierende Pille (Cerazette®) die in 97 % der Fälle zur Ovulationshemmung führt und die Sicherheit der kombinierten Pillen erreicht.

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Minipille aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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