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Enterisches Nervensystem



Das Enterische Nervensystem (ENS), ist ein komplexes Geflecht aus Nervenzellen, das nahezu den gesamten Magen-Darm-Trakt durchzieht. Es besitzt vier- bis fünfmal mehr Neuronen als unser Rückenmark (etwa 100 Millionen Nervenzellen).

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Dieses eigenständige Nervensystem befindet sich als dünne Schicht zwischen den Verdauungsmuskeln im Unterleib des Menschen. Seine Aufgabe ist z. B. die Verdauung zu steuern. Mit dem Gehirn ist es über den Nervus vagus verbunden. Innerhalb des ENS findet man als Neurotransmitter z.B. Serotonin und Dopamin.

Das ENS hat einen starken Einfluss auf den Verdauungsprozess. Es reguliert unter anderem:

Die Hauptkomponenten des ENS sind zwei Nervengeflechte, die in die Darmwand eingebettet sind:

Daneben gibt es noch weitere kleinere Plexus des ENS direkt unterhalb der Tunica serosa, innerhalb der Ringmuskulatur und in der Mukosa selbst.

Siehe auch: Sonnengeflecht - Ganglion celiacum

Erkrankungen

Zu den häufigsten Erkrankungen des Nervensystems gehören Vergiftungen, Nervendefekte, Gefäßerkrankungen, Entzündungen, Degenerationen und Tumore der Nervenzellen. Auch ein Befall durch Bakterien, Viren oder Parasiten ist möglich. So existiert eine spezielle Form der viralen Meningitis. Als Anlagestörung (Hemmungsfehlbildung) eines Teils des Enterischen Nervensystems, speziell dem Plexus myentericus, ergibt sich das Krankheitsbild des Morbus Hirschsprung, einer Aganglionose, welche durch Fehlen des gesamten Plexus mit daraus folgender Funktionseinschränkung imponiert.

 
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