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Eingeschlechtliche Fortpflanzung



Die eingeschlechtliche Fortpflanzung gibt – im Unterschied zur zweigeschlechtlichen Fortpflanzung – nur die Erbinformation eines Elters weiter.

Anders als bei der ungeschlechtlichen Vermehrung entstehen die Nachkommen jedoch aus Geschlechtszellen, die haploid sind, also durch Meiose entstanden sind.

Formen der eingeschlechtlichen Fortpflanzung sind:

  • Bestimmte Fälle der Parthenogenese (auch Jungfernzeugung oder Jungferngeburt genannt), bei der die Nachkommen nur aus den unbefruchteten Eizellen des Mutterwesens entstehen und darum haploid sind.
  • die Selbstbefruchtung (Autogamie), die bei zwittrigen Lebewesen vorkommen kann und bei der die Nachkommen aus befruchteten Eizellen entstehen.

Nicht zur eingeschlechtlichen Fortpflanzung gehören:

  • Die häufigeren Fälle der Parthenogenese (auch Jungfernzeugung oder Jungferngeburt genannt), bei der die Meiose unterbleibt und die Nachkommen daher mit dem Mutterwesens genetisch identisch sind (siehe Apomixis und asexuelle Vermehrung)

Genetisch, sind die in der eingeschlechtlichen Fortpflanzung zusammengefassten Fälle der Parthenogenese und der Autogamie unterschiedlich. Während bei den gemeinten Fällen der Parthenogenese die Nachkommen haploid sind, entstehen bei der Autogamie diploide (oder selten auch polyploide) Lebewesen: Der Verwandtschaftskoeffizient (r) des Elters zu den Nachkommen ist daher bei diesen speziellen Fällen der Parthenogenese 0,5, während er bei der Apomixis 0,75 beträgt. Umgekehrt beträgt der Verwandtschaftskoeffizient der Nachkommen zu dem Elter in beiden Fällen 1.

Bei männlichen Lebewesen ist eine eingeschlechtliche Fortpflanzung nicht bekannt.

Literatur

Marianne Wex: Parthenogenese heute. Von der Urkraft der Frau, aus sich selbst heraus zu gebären, ohne Beteiligung eines zweiten Geschlechts

Siehe auch

 
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