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Chromatid



 

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Eine Chromatide oder ein Chromatid ist ein einziger DNA-Strang, der in Ein- oder Zweizahl ein Chromosom aufbaut. Jedes Chromatid liegt in den Phasen des Zellzyklus unterschiedlich organisiert und kondensiert vor. In den gut sichtbar zu machenden Phasen der Zellteilung (nur in dieser ist die DNA zu Chromosomen verdichtet) bildet die kompakte DNA-Doppelhelix zusammen mit spezifischen Proteinen, den Histonen, das Chromatin.

Je nachdem, ob ein oder zwei Chromatiden vorkommen, unterscheidet man zwischen Ein-Chromatid-Chromosomen oder Zwei-Chromatiden-Chromosomen. Bei letzteren hängen die beiden Chromatiden u.a. an einer besonderen Region, dem Zentromer, zusammen.

Während der Mitose wie auch in der zweiten meiotischen Teilung der Meiose kommt es zur Trennung der Schwesterchromatiden des sog. Zwei-Chromatid-Chromosoms und es entstehen Chromosomen, die nur noch aus einem Chromatid bestehen. Sie werden als Ein-Chromatid-Chromosomen bezeichnet.

Manchmal bilden auch Tausende von Chromatiden ein Chromosom. Dies ist bei den so genannten Riesenchromosomen der Fall, die z.B. in den Speicheldrüsen von Fliegen und Mücken vorkommen.

Zur Etymologie: : Der Begriff Chromatid wurde 1900 von McClung für jeden der vier Fäden eines Chromosomenpaares während der Meiose eingeführt. Später wurde er auch für die in der Mitose sichtbaren fädigen Strukturen übernommen. Der Begriff leitet sich von dem Griechischen Wort "chroma" (dt. Farbe) ab.

 
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