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Bromhidrosis



Klassifikation nach ICD-10
L75 Krankheiten der apokrinen Schweißdrüsen
L75.0 Bromhidrosis
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Die Bromhidrosis oder Bromhidrose (grch. βρῶμος (brômos) «Bocksgestank der Tiere»; ἱδρώς (hidrós) «Schweiß» [1]) ist eine Sonderform der Hyperhidrosis, bei der der vermehrt produzierte ekkrine Schweiß die Hornschicht der Haut ständig durchfeuchtet und die Vermehrung der ortsständigen Keimflora (v.a. Mikrokokken) begünstigt. Mit dem Abbau des Keratins der Hornhaut entstehen kurzkettige Fettsäuren und Amine und damit ein unangenehmer Körpergeruch, v.a. im Bereich der Leistenregion, Achselhöhlen und Füße (Zehenzwischenräume) wie auch anderen intertriginösen Arealen. Auch die Kopfhaut kann einen unangenehmen Geruch aufweisen, der meist weniger stark wahrgenommen wird, vermutlich weil sich hier die entsprechenden "Duftstoffe" trotz der Behaarung noch relativ schnell verflüchtigen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Der aus den Duftschweißdrüsen stammende apokrine Schweiß bzw. Talg wird ebenfalls durch Bakterien in Fettsäuren und Ammoniak verstoffwechselt, was zu einem starken Geruch führt. Je nach Zusammensetzung riecht es muffig, ranzig, säuerlich und ist für die Betroffenen stark belastend und führt häufig zu psychischen Problemen. Obwohl sie sich mehrmals am Tag waschen, bleibt die Angst „zu riechen“, was sich bis zu Geruchswahnvorstellungen als besonderer Form einer Dysmorphophobie steigern kann. Von Außenstehenden wird ein starker Schweißgeruch allerdings in der Regel als mangelnde Hygiene interpretiert.

Apokrine Duftdrüsen werden von adrenergen Nervenfasern innerviert, so dass besonders bei Stress eine erhöhte Schweißproduktion zu bemerken ist, womit die Aussage verständlich wird, dass man "Angst riechen" könne, wobei es sich hier um eine Signalverarbeitung unterhalb der bewussten Wahrnehmungsschwelle und somit nicht um eine Bromhidrose handelt.

Therapeutisch wirksam sind hygienische Maßnahmen in Verbindung mit einer lokalen Antisepsis z.B. mit 70 %igem Alkohol, was zu einer Dezimierung der Problemkeime und damit zumindest zu einer deutlichen Verbesserung der Geruchsbildung führt.

Als "Störung" der ekkrinen Schweißdrüsenfunktion kann eine Bromhidrose auch durch die Beimengung verschiedener Substanzen wie z.B. Dimethylsulfoxid (DMSO; mit einen knoblauchartigen Geruch) entstehen.


Siehe auch

  • Pheromon

Quellen

  1. Wilhelm Gemoll, Karl Vretska: „Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch“, Verlag Hölder-Pichler-Tempsky, 9. Auflage, ISBN 3-209-00108-1
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bromhidrosis aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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