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Aspiration (Medizin)




Mit Aspiration (lat. aspirare = anhauchen) bezeichnet man in der Medizin das An- oder Einatmen von körpereigenen Sekreten (hauptsächlich Sputum oder saurem Mageninhalt) sowie körperfremden, festen und flüssigen Substanzen in die Atemwege und wird umgangssprachlich mit „in den falschen Hals bekommen“ oder „sich Verschlucken“ bezeichnet.

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Zweitens wird unter einer Aspiration das Ansaugen von Zellmaterial zur Zytodiagnostik unter Zuhilfenahme einer Aspirationsnadel oder im Rahmen einer Aspirationskürettage verstanden.

Ebenfalls als Aspiration bezeichnet wird der Vorgang, wenn vor der intramuskulären Injektion eines Medikaments zunächst mit der Spritze ein Sog aufgebaut wird um auszuschließen, dass sich die Nadelspitze in einem Blutgefäß befindet. Ebenso, wenn bei einer intravenösen Injektion Sog aufgebaut (und somit Blut aspiriert) wird, um sicherzustellen, dass sich die Nadelspitze in einer Vene befindet.

Festkörperaspiration

Am häufigsten kommt die Fremdkörperaspiration in der Kinderheilkunde vor. Hauptsächlich betroffen sind ältere Säuglinge und Kleinkinder aufgrund ihrer generellen Tendenz, Gegenstände in den Mund zu nehmen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen sind meist Erdnüsse, bei älteren Patienten mit Schluckstörungen Flüssigkeiten sowie - seltener - feste Nahrungsbestandteile der Grund für eine Erkrankung durch Aspiration. Auch beim Erbrechen in Rücken- oder ungünstiger Seitenlage besteht eine Aspirationsgefahr, besonders bei ausgeprägten Rauschzuständen (meist aufgrund einer Alkoholvergiftung).

Bei einer akuten Fremdkörperaspiration und frühzeitiger Entfernung des Fremdkörpers mittels einer sogenannten optischen Zange kommen anschließend kaum Entzündungsreaktionen vor.

Anders dagegen bei Aspirationen, die längere Zeit nicht behandelt werden. Hierbei ist vor der Entfernung des Fremdkörpers oftmals eine Behandlung mit Antibiotika notwendig. Besonders bei scharf gewürzten oder gesalzenen Nahrungsteilen kann es nach einer Weile zu starken Reaktionen der Bronchien kommen. Hier muss zusätzlich zur Behandlung mit Antibiotika eine entzündungshemmende Therapie durchgeführt werden.

Aufmerksam sollten Anwesende werden, wenn es bei einer Person zu einer plötzlichen Hustenattacke kommt, die mit Atemnot einhergehen kann, aber nicht muss. Ein Röntgenbild oder eine Bronchoskopie sollte in diesem Fall eine Klärung bringen.

Wird eine Aspiration nicht behandelt, da sie eventuell keine Beschwerden verursacht, kann es zu einer Chronifizierung kommen mit dem Bild einer immer wiederkehrenden Lungenentzündungen (Aspirationspneumonien) oder einer Atelektase.

Unter chronischer Aspiration versteht man ein sich wiederholendes Eindringen von fremden Sekreten wie Magensaft in die Atemwege, was vor allem bei bewusstseinsgetrübten Patienten vorkommen kann.

Aspirationsprophylaxe

Unter einer Aspirationsprophylaxe werden jene Vorsichtsmaßnahmen verstanden, die die Gefahr einer Aspiration vermindern.

Vor planbaren Operationen zählen dazu unter anderem eine sechs bis achtstündige Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz, das Legen einer Magensonde bei Eingriffen am nicht nüchternen Patienten und die Gabe eines Antazidums vor der Operation.

Bei Patienten mit Aspirationsgefahr bereits beim Essen und Trinken wird der Oberkörper zur Nahrungsaufnahme hoch gelagert und genügend Zeit zum Essen und Trinken eingeräumt. Nach dem Essen bleibt der Oberkörper einige Zeit erhöht, etwaige Essensreste werden gründlich aus dem Mund- und Rachenraum entfernt. Unter Umständen muss ein Absauggerät bereitstehen, um vor dem Essen Sekret aus dem Mund des Patienten entfernen zu können und nach dem Essen evtl. Speisereste abzusaugen.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Aspiration_(Medizin) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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