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Alkoholvergiftung



Klassifikation nach ICD-10
T51 Toxische Wirkung von Alkohol
T51.0 Äthanol
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Die Alkoholvergiftung (oder Alkoholintoxikation, C2-Abusus) ist eine Vergiftungserscheinung des menschlichen Körpers durch Ethanol, welche das Bewusstsein und die Körperfunktionen schwer beeinträchtigt. Sie kann im Extremfall auch zum Tod durch Aussetzen der Körperfunktionen führen.

Inhaltsverzeichnis

Stadien

Bei Alkoholvergiftungen unterscheidet man vier verschiedene Stadien, die abhängig von der Blutalkoholkonzentration sind.

Erstes Stadium

Exzitation (zwischen 1 und 2 Promille Blutalkoholkonzentration):

  • vermindertes Gleichgewicht
  • verminderte Schmerzwahrnehmung;
  • gerötete Augen
  • leicht undeutliche Sprache
  • Enthemmungserscheinungen

Zweites Stadium

Hypnose (zwischen 2 und 2,5 Promille Blutalkoholkonzentration):

  • evtl. Aggressivität
  • Schlaffheit (Muskeln)
  • verengte Pupillen
  • Amnesie

Drittes Stadium

Narkose (zwischen 2,5 und 4 Promille Blutalkoholkonzentration):

Viertes Stadium

Asphyxie (ab 4 Promille Blutalkoholkonzentration):

  • Koma
  • Schockzustand
  • weite und reaktionslose Pupillen
  • Abnahme der Spontanatmung
  • Hypothermie --> Tod
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Anm.: Ich hätte gerne eine seriöse Quelle für die 12 Promille. --Caipira 23:00, 10. Dez. 2007 (CET)

Welche Alkoholdosis tödlich ist, schwankt von Person zu Person sehr stark, dies ist abhängig von der Alkoholverträglichkeit des Konsumenten. So kann bei einigen Menschen schon bei 3 Promille der Tod eintreten, während ein anderer auch 6 Promille überlebt. Auch sind Extremfälle bekannt, bei denen Konsumenten Blutalkoholkonzentrationen von mehr als 12 Promille überlebt haben, dies allerdings nur mit rascher intensivmedizinischer Betreuung (Dialyse, Infusionen zum „Verdünnen“ des Blutalkohols, Glukoseinfusionen bei Hypoglykämiegefahr).

Therapiemaßnahmen

In erster Linie gilt es bei einer Alkoholvergiftung die Vitalfunktionen (Atmung, Kreislauf) zu erhalten. Daher ist immer eine Unterbringung auf einer Intensivstation nötig. Da ab einer Blutalkoholkonzentration von ca. 2 Promille eine akute Schockgefahr vorliegt, nimmt die Schockbekämpfung einen Großteil der Therapie ein. Als Infusionszusatz wird bei drohender Hypoglykämie eine Glukoselösung verabreicht. Wegen des überfüllten Magens kommt es sehr leicht zum Erbrechen und zur Aspirationsgefahr, was eine ständige Absaugbereitschaft erfordert. Bei Verlust des Bewusstseins ist eine kombinierte stabile Seiten- und Schocklage nötig (nur auf Liegen/Tragen möglich).

Siehe auch

  • Ethanol
  • Alkoholismus
  • Kater (Alkohol)
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