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Anosognosie



Anosognosie (gr. an - nicht; nosos - Krankheit; gnosis Erkenntnis) krankhaftes Nichterkennen einer offensichtlichen Halbseitenlähmung, einer kortikalen Blindheit, einer Hemianopsie oder Taubheit. Es handelt sich nicht um einen Neglect. Diese Störung ist an eine Schädigung bestimmter Areale des Gehirns gebunden.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Diese Störung tritt meist in Zusammenhang mit einem Schlaganfall auf.

Unterarten:

  • Asomatognosie (Leugnen der Zugehörigkeit einer Extremität)
  • Somatoparaphrenie (die eigene Extremität gehört einer anderen Person)
  • Anosodiaphorie (eine schwere Krankheit wird als Lappalie bewertet)

Auf die Störung angesprochen erfolgen seitens des Patienten Konfabulationen, Entschuldigungen und Rationalisierungen.

Die Störung tritt meist bei Patienten auf, die eine rechtshemisphärische Störung haben und deren Sprachzentrum linkshemisphärisch sitzt. Da die Patienten mit Anosognosie von der rechten Hemisphäre keine ihrem bisherigen Weltbild entsprechenden Informationen erhalten, hält die linke Hemisphäre am bisherigen Körperschema fest und die Störungen werden wegerklärt. In diesem Zusammenhang erscheinen dabei auch häufiger auftretende Phantomschmerzen in der gelähmten Extremität erklärbar.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Anosognosie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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