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Hemianopsie



Als Hemianopsie oder Hemianopie (von griech. hemi „halb“, a „nicht“ und ops „sehen“) wird ein durch die senkrechte Mittellinie begrenzter, halbseitiger Gesichtsfeldausfall beider Augen bezeichnet, eine Halbseitenblindheit also.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Man unterscheidet

  • homonyme Hemianopsie (rechts oder links): Auf beiden Augen ist die gleiche Seite von dem Ausfall betroffen (Patienten erkennen beispielsweise nur den linken oder rechten Bereich eines Bildausschnitts)
  • heteronyme (binasale oder bitemporale) Hemianopsie: Auf beiden Augen ist jeweils die Gegenseite von dem Ausfall betroffen (Patienten leiden beispielsweise an einem "Scheuklappenblick")
   
   


Ursache ist eine Sehbahnläsion. Die Art der Hemianopsie erlaubt einen Rückschluss auf den Ort der Läsion. Die Benennung der Hemianopsie erfolgt nach dem Verlust des Gesichtsfeldes, ein temporaler (seitlicher) Gesichtsfelverlust bedeutet also (da sich die abbildenden Strahlen kreuzen) Ausfall der nasalen (zur Nase gewendeten) Retinahälften des Auges.

Von der Hemianopsie abzugrenzen ist der visuelle Neglect, bei der eine Störung der Aufmerksamkeitszuwendung zu einer Seite vorliegt. Betroffene Patienten erleiden diese Form des Neglects in der Regel aufgrund einer Schädigung des Gehirns der Gegenseite. Die Sehbahn muss von der Läsion nicht direkt betroffen sein.

Ein halbseitiger Gesichtsfeldausfall nur eines Auges wird nicht als Hemianopsie bezeichnet.

Siehe auch: Perimetrie

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hemianopsie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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