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William Bayliss



Sir William Maddock Bayliss (* 2. Mai 1860 in Butcroft (Wednesbury), † 27. August 1924 in London) war ein britischer Physiologe.

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Inhaltsverzeichnis

Leben

William Bayliss wurde als Sohn eines Industriellen geboren, dessen Geschäfte er später weiterführte. Er besuchte die Mowbray House School in Wolverhampton, bevor er eine Ausbildung zum Arzt im örtlichen Krankenhaus begann, die er allerdings abbrach. Von 1881 bis 1884 studierte er u. a. Zoologie, Anatomie, Physik und Physiologie am University College London, bevor er 1885 an das Wadham College nach Oxford wechselte, wo er drei Jahre später in Physiologie promovierte. Nach seiner Rückkehr nach London hatte er ab 1903 eine Assistenzprofessur inne, 1912 wurde er zum Professor der General Physiology berufen.

Er war mit der Gertrude Starling, der Schwester Ernest Starlings, verheiratet. Das Paar hatte vier Kinder.

Brown Dog affair

In einem Rechtsstreit musste Bayliss sich 1903 gegen die Beschuldigung zur Wehr setzen, Sektionen an lebenden Hunden durchgeführt zu haben. Bayliss gewann den Prozess und publizierte Aufsätze über die humane Behandlung von Tieren. Im Nachhinein kam es im Rahmen dieser gelegentlich als „brown dog affair“ (en) bezeichneten Angelegenheit zu Ausschreitungen in London, als Medizinstudenten ein in Erinnerung des vermeintlich gequälten Hundes errichtetes Denkmal attackierten.

Leistung

Gemeinsam mit Ernest Starling entdeckte Bayliss 1902 das Hormon Secretin und verwendete auch erstmalig den Begriff „Hormon“ [1]. Die beiden Wissenschaftler entdecken zudem gemeinsam die Peristaltik des Verdauungstraktes. Auch der Bayliss-Effekt wurde von William Bayliss erstmals beschrieben.

Ehrungen (Auswahl)

1903 wurde Bayliss in die Royal Society aufgenommen, deren Copley Medal er 1919 erhielt. Zum Ritter wurde er 1922 geschlagen.

Werke

  • The Nature of Enzyme Action. 1908
  • Principles of General Physiology. 1915
  • The Vaso-Motor System. 1923

Fußnoten

  1. http://scienceweek.com/2005/sw050520-5.htm
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel William_Bayliss aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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