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Varikozele



  Eine Varikozele (lat. varix - Krampfader; griech. kele - Bruch) ist eine Krampfadernbildung im Bereich des von den Hodenvenen gebildeten Plexus pampiniformis, einem Venengeflecht im Samenstrang. In einem hohen Prozentsatz tritt die Varikozele linksseitig auf. Die Ursache dafür dürfte vor allem die ungünstige Einstrombahn der linken Vena testicularis (Hodenvene) in die linke Vena renalis (Nierenvene) sein. Durch den Rückstau des Blutes im Scrotum (Hodensack) entsteht eine Überhitzung am Testis (Hoden), was zur Infertilität führen kann. In seltenen Fällen treten auch symptomatische Varikozelen, z. B. durch einen Nierentumor bedingt, auf.

In vielen Fällen bedarf die Varikozele keiner Therapie.

Inhaltsverzeichnis

Komplikationen

Durch die Druckerhöhung und der krampfaderartigen Aussackung des Venenkomplexes im Hoden kann es zu einer Schädigung des umliegenden Gewebes kommen. Unbehandelte Varikozelen sind eine häufige Ursache für männliche Unfruchtbarkeit und können auch Schmerzen verursachen. In manchen Fällen kann eine Therapie der Varikozele die Fruchtbarkeit verbessern.

Therapieindikationen

  • verminderte Samenqualität
  • Schmerzsymptomatik
  • Beseitigung der Ursache der symptomatischen Varikozele
  • eventuell kosmetische Gründe bei hochgradig ausgeprägten Formen

Therapieoptionen

Es gibt zahlreiche operative Verfahren, die prinzipiell eine Unterbindung der Vena testicularis (je nach Verfahren in unterschiedlicher Höhe) als Ziel haben. Möglichkeiten dazu stellen die Verödung der Venen (Varikozelensklerosierung nach Tauber) oder die Bauchspiegelung dar.

Therapiefolgen

Als Folge einer Therapie kann sich Flüssigkeit in den Hodenhüllen ansammeln (Hydrozele). Deren Entfernung ist nicht zwingend erforderlich.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Varikozele aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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