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Startcodon



Als Startcodons oder Initiatorcodon wird das RNA-Basentriplett AUG bezeichnet, das als erstes Codon eines offenen Leserahmens (ORF) auf der mRNA für die Aminosäure Methionin (Met) in Eukaryoten bzw. für ein modifiziertes Methionin (Formylmethionin, fMet) in Prokaryoten codiert.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Im genetischen Code kodieren drei Nukleinbasen für eine Aminosäure. Gewöhnlich handelt es sich bei den ersten drei Basen der kodierenden Sequenz der mRNA, die in Protein umgeschrieben wird, um AUG. AUG kodiert für Methionin, und deswegen ist die erste Aminosäure in allen Proteinen Methionin. Dem Starcodon geht fast immer eine untranslatierte Region voraus.

Alternative Startcodons

In Eukaryoten wird fast ausschließlich das Startcodon AUG benutzt. AUG ist nicht nur Startcodon, sondern codiert auch für die Aminosäure Methionin. Die an erster Stelle stehende chemisch veränderte Aminosäure Methionin wird jedoch nach der Translation der mRNA am Ribosom (d.h. nach der Fertigstellung des Polypeptids am Ribosom) von der entstandenen Polypeptidsequenz enzymatisch abgespalten. Also beginnt nicht jedes Polypeptid mit der Aminosäure Methionin (Quelle: Bickel, Horst: Natura 3. Biologie für Gymnasien. Stuttgart 2004, S. 141)

In Prokaryoten können, neben AUG, auch alternative Startcodons, hauptsächlich GUG und UUG, für die erste Aminosäure fMet codieren. Beispielsweise nutzt Escherichia coli die Codons AUG (77 %), GUG (14 %), UUG (8 %) sowie wenige andere als Startcodons. Gut bekannte Beispiele für Gene, die nicht ATG als Startcodon besitzen, sind lacI (GUG) und lacA (UUG) im lac-Operon von E. coli.

Siehe auch

 
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