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Rektozele



Eine Rektozele (syn. Rectocele) ist eine Aussackung der Mastdarmvorderwand in die Scheide aufgrund einer Schwäche der Wandschichten zwischen Enddarm und Scheide (lat. Septum rectovaginale). In der Symptomatik führend ist anfangs ein Druckgefühl im Beckenbereich, später ein Gefühl der unvollständigen Entleerung nach dem Stuhlgang und im weiteren Verlauf bei zunehmender Größe und Vorwölbung bzw. Aussackung ein Passagehindernis mit resultierender Verstopfung. In diesem Stadium helfen sich die Patientinnen charakteristischerweise mit manuellem Gegendruck von der Scheide her, um sich erfolgreich entleeren zu können.

Häufig ist eine Rektozele vergesellschaftet mit einer Beckenbodensenkung, vorbestehender Neigung zu Verstopfung und mehreren stattgehabten Geburten. Die Entwicklung der Symptomatik in ihrer Gesamtheit erfolgt oft selbstverstärkend im Sinne eines Teufelskreises („Circulus vitiosus“)


Behandlung

Eine kleine, asymtomatische Rektozele bedarf keiner weiteren Therapie. Bei relevanter Syptomatik empfiehlt sich therapeutisch zunächst ein konservatives (nicht operatives) Vorgehen. Siehe hierzu das beschriebene Spektrum der Möglichkeiten im Kapitel Obstipation bzw. Verstopfung. Zusätzlich zu den beschriebenen Therapien besteht die Möglichkeit mit einer schmerzlosen, ambulant durchzuführenden Spritzenbehandlung (Sklerosierung) eine Stabilisierung des Septum rektovaginale zu erreichen. Zum Erreichen des vollen Effekts sind hierbei meist mehrere Sitzungen erforderlich.

Sollten diese Maßnahmen über einen längeren Zeitraum, bei konsequenter Anwendung und Ausschöpfung des gesamten konservativen Therapiespektrums zu keinem ausreichenden Erfolg führen sind gegenenfalls operative Therapiemöglichkeiten zu erwägen. Die Frage ob eine Operation sinnvoll ist sollte sorgsam unter Hinzuziehung eines ausgewiesenen Spezialisten diskutiert werden und keinesfalls leichtfertig getroffen werden. Auch eine Operation garantiert keinen 100 prozentigen Erfolg und birgt je nach Ausmaß des Eingriffs entsprechende operative Risiken.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Rektozele aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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