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RGD-Sequenz



Die RGD-Sequenz ist eine Aminosäuresequenz aus den drei Aminosäuren Arginin, Glycin und Asparaginsäure, kurz Arg-Gly-Asp, oder im Einbuchstaben-Code RGD.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die RGD-Sequenz kommt besonders in Proteinen der Extrazellulären Matrix (Bindegewebe) vor, z. B. in Fibronektin und Vitronektin. Zellen können mit Hilfe von bestimmten Zelloberflächen-Rezeptoren, den Integrinen, an die RGD-Sequenz binden.

Die RGD-vermittelte Zelladhäsion dient zur mechanischen Verankerung von Zellen. Darüberhinaus werden verschiedene Zellantworten generiert: Ausbildung fokaler Adhäsionskomplexe, Polarisierung der Zelle, Überlebenssignale etc.

Implantate können zur besseren Integration in den Körper z. B. mit der RGD-Sequenz beschichtet werden. Nicht-immobilisierte RGD-Peptide und nichtpeptidische Analoga sollen die tumorinduzierte Neoangiogenese oder unerwünschte Blutgerinnung unterbinden.

Die RGD-Sequenz wird in den unterschiedlichen Matrixproteinen in unterschiedlicher Konformation präsentiert, welche z. T. spezifisch von den Integrin-Subtypen erkannt wird. Auf diesem Prinzip basiert die Entwicklung von Integrin-Subtypen-spezifischen cyclischen RGD-Peptiden, wie beispielsweise Cilengitide.

Neben der RGD-Sequenz sind andere Peptidsquenzen für die integrinvermittelte Zelladhäsion bekannt.

 
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