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Polyphagie (Medizin)



Als Polyphagie (griech., poly = „viel“, phagein = „essen“) bezeichnet man in der Medizin einen krankhaft gesteigerten Appetit oder eine krankhaft gesteigerte Nahrungsaufnahme. Die gesteigerte Nahrungsaufnahme kann sowohl organisch als auch psychisch bedingt sein.

Psychische Ursachen sind zum einen Suchtmechanismen (s. Ess-Sucht), bei Tieren auch ein Futterüberangebot oder Futterneid.

Als organische Ursachen kommen eine Reihe von Erkrankungen in Frage. Eine Polyphagie mit Gewichtszunahme ist bei einer Reihe von Hormonstörungen (Nebennierenüberfunktion, krankhaft gesteigerte Insulinspiegel, niedrige Geschlechtshormonspiegel nach Kastration) sowie als Nebenwirkung bestimmter Arzneistoffe (Glukokortikoide, Anabolika, Antikonvulsiva und Betablocker) zu beobachten. Eine Polyphagie mit Gewichtsabnahme wird bei Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus und gestörter Resorption der Nährstoffe im Darm (Malabsorption, Pankreasinsuffizienz, Parasitosen, Darmentzündungen, Tumore) beobachtet.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Polyphagie_(Medizin) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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