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Plattenepithelkarzinom



Plattenepithelkarzinome (Epithelioma spinocellulare), auch als spinozelluläres Karzinom, Spinaliom, Stachelzellkrebs, Epithelioma spinocellulare oder verhornender Plattenepithelkrebs bezeichnet, sind von den Epithelien der Haut und der Schleimhäute ausgehende bösartige (maligne) Tumore aus der Gruppe der Karzinome. Sie können auch von anderen Geweben ausgehen, die selbst kein Plattenepithel besitzen, aber Epithelien mit der Fähigkeit zur Plattenzellmetaplasie haben.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Pathologie

  Plattenepithelkarzinome wachsen warzenartig (verrukös) und bisweilen ulzerierend und ahmen das verhorndende Plattenepithel in unterschiedlichem Umfang nach. Typisch für sie ist ein Zytoskelett aus Zytokeratin. Hochdifferenzierte Karzinome dieser Entität verhornen und bilden, da die Hornschuppen im Tumorinneren liegen und nicht abgeschilfert werden können, zwiebelschalenartig geschichtete Hornkugeln, die mikroskopisch meist eindeutig diagnostizierbar sind. Gering differenzierte Karzinome verlieren die Fähigkeit zur Hornbildung. Sie bilden sehr polymorphe (vielformige), solide Tumoren. Sehr stark entdifferenzierte (anaplastische) Plattenepithelkarzinome können in der spindelzelligen (fusiformen) Variante wie Sarkome aussehen.

Lokalisationen

  Für etwa 40 % der Bronchialkarzinome ist das Plattenepithelkarzinom der Bronchien verantwortlich und damit die häufigste Form des Lungenkrebses. Bei älteren Mensch sind Plattenepithelkarzinome der Haut, sogenannte Spinaliome nicht selten. Auch beim Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und beim Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) handelt es sich in jeweils 90 % der Fälle um Plattenepithelkarzinome. Sie kommen daneben an vielen anderen Lokalisationen vor, wie in der Mundhöhle, im Rachen, im Genitalbereich (Vulvakarzinom) und - deutlich seltener - in der Harnblase.

Literatur

  • Ursus-Nikolaus Riede, Hans-Eckart Schaefer: Allgemeine und spezielle Pathologie. Thieme, Stuttgart 1999. ISBN 3-13-683304-X.
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