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Kaliumsparendes Diuretikum



Ein kaliumsparendes Diuretikum im engeren Sinn ist ein Wirkstoff, der die Harnproduktion anregt, ohne dabei zu einem Kaliumverlust zu führen. Vertreter sind Triamteren und Amilorid.

Kaliumsparende Diuretika wurden entwickelt, da der Körper - v.a. bei Hungerzuständen - gegen Kaliumverluste weniger gut als gegen Natriumverluste geschützt ist.

Wirkweise

Die chemisch verwandten Stoffe Triamteren und Amilorid wirken auf der luminalen Seite an den distalen Tubuli und den kortikalen Abschnitten der Sammelrohre, wo sie unabhängig von der Anwesenheit von Aldosteron die Natriumaufnahme in die Tubuluszelle hemmen. Die passive Ausscheidung von Kalium-Ionen kommt dadurch fast vollständig zum Erliegen, während die Ausscheidung von Magnesium-Ionen deutlich abnimmt und die aktive Ausschleusung von Wasserstoff-Ionen abnimmt.

Kaliumsparende Diuretika sind nur mäßig wirksam, da die Rückresorption der primär filtrierten Natrium-Ionen nur um 2-3 % reduziert wird. Zur Monotherapie einer Herzinsuffizienz sind sie somit ungeeignet.


Im weiteren Sinn können auch Aldosteronantagonisten dazu gerechnet werden, die für gewöhnlich aufgrund ihres völlig anders gearteten Wirkmechanismus als gesonderte Gruppe von Diuretika angeführt werden, und deren Leitsubstanz das Spironolacton ist.

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!


 
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