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Hyaluronidase



  Hyaluronidase ist ein Enzym, das Hyaluronsäure abbaut. Entdeckt wurde es als ein Virulenzfaktor von Bakterien (aus der Gruppe der Invasine) wie Staphylococcus aureus. Durch die Hyaluronidase ist S. aureus in der Lage ihn umgebendes Bindegewebe aufzulösen, um so tiefer in den Wirt eindringen zu können. Es handelt sich um einen der Verdauung ähnlichen Vorgang, bei der das Bindegewebe durch die enzymatische Wirkung aufgelöst wird.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Diese Auflösung macht man sich in der Behandlung von Wunden zu Nutze, die zu Kontraktionen oder vorzeitigem Verschluss neigen (bei der so genannten Sekundärheilung). Ein künstlich hergestelltes Enzympräparat wird in die Wunde gebracht und verhindert das Zusammenwachsen des Bindegewebes. Die Hersteller solcher Präparate werben auch für breit gestreute Anwendungen am Bewegungsapparat, der neben den Knochen und Muskeln ja auch aus Bindegewebe besteht.

Bei manchen Medikamenten wird es als Hilfsstoff eingesetzt, damit diese leichter ins Gewebe diffundieren können.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hyaluronidase aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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