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Höhenlungenödem



Höhenlungenödem, abgekürzt HAPE (von engl. high-altitude pulmonary edema), ist ein Ödem in der Lunge. Flüssigkeit tritt aus den Kapillaren ins Lungengewebe aus und behindert die Atmung.

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Das Höhenlungenödem tritt bei etwa 0,7 % der Bergsteiger auf, die sich in einer Höhe von 3000 Meter oder höher befinden. Die Letalität liegt bei rund 40 %. Wenn richtige Therapiemaßnahmen getroffen werden, tritt meist innerhalb weniger Stunden Besserung ein. Es kann in Verbindung mit dem Höhenhirnödem auftreten oder auch völlig eigenständig ohne Vorwarnzeichen auftauchen. Bei dem Höhenlungenödem ist durch Flüssigkeit im Lungengewebe kein wirkungsvoller Sauerstoffaustausch mehr möglich. Siehe: Asthma cardiale. In dieser Phase ist plötzlicher Leistungsabfall das Leitsymptom. Darüber hinaus sind Ruhedyspnoe, Zyanose, trockener Husten, schaumiger Husten, Erbrechen, Fieber und eine 24-Stunden-Urinmenge, die unter 500 ml liegt, Anzeichen für das Höhenlungenödem. Die einzige Therapiemöglichkeit ist der sofortige Abstieg. Mit einer ergänzenden Sauerstoffatmung während des Abstiegs kann die Letalität gesenkt werden. Zusätzlich können Medikamente wie Nifedipin oder Dexamethason eingenommen werden, die den Gesundheitszustand manchmal rasch verbessern, bei denen jedoch gefährliche Nebenwirkungen auftreten können.

Das künstliche Glucocorticoid Dexamethason kann die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Höhenlungenödems reduzieren. Wie Sportmediziner der Medizinischen Uniklinik Heidelberg und des Unispitals Zürich 2006 feststellten, beugt das Mittel zudem besser gegen Höhenkrankheit vor als das Potenzmittel Tadalafil.

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