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Flügelband



Die Ligamenta alaria (Alarbänder, auch Alarligamente oder Flügelbänder) entspringen beidseits des Dens axis (Zahn des zweiten Halswirbels) und stellen eine bindegewebige Verbindung zu beiden Seiten des Hinterhauptlochs, also den Condyli occipitales des Hinterhauptsbeins her.

Es sind kurze, außerst zähe, fibröse Fasern, die Atlas und Axis bei Seitwärtsneigung und Rotation des Kopfes zentriert halten und somit eine Translation oder Subluxation der Wirbel im Kopfgelenk verhindern.

Verletzungen der Ligamenta alaria

Verletzungen der Alarbänder entstehen gehäuft in Zusammenhang mit Schleudertrauma-Verletzungen. Exemplarisch für die Entstehung dergestalter Verletzungen ist die Peitschenhiebbewegung des Kopfes bei Auffahrunfällen. Eine besondere Prävalenz im Hinblick auf eine Peitschenhiebbewegung ist die eine vorangehende Kopfrotation.

Diagnose von Verletzungen der Ligamenta alaria

Patienten mit einem HWS-Schleudertrauma, das nicht mit einer knöchernen Verletzung oder Verletzung nervaler Strukturen einhergeht, haben das Problem, dass sie von Unfallchirurgen, Orthopäden etc. untersucht werden und für die Untersuchung normale Röntgenaufnahmen, zumeist Zweischichtaufnahmen angefertigt werden. Diese Aufnahmen zeigen naturgemäss keine Veränderungen der Halswirbel bzw. des betroffenen Abschnittes, da in der Regel eine statische Aufnahme durchgeführt wird. Diese Situation betrifft auch moderne Untersuchungtechnologien, wie z.B. die Durchführung der Computertomographie oder Kernspintomographie, da es sich auch dort in der Regel nicht um funktionelle Untersuchungen handelt. Bei einem stillliegenden Patienten kann kein Riss der Bänder festgestellt werden. Es ist zu vergleichen mit einem Abriss der Bänder am Kniegelenk. Sind Kniegelenksbänder gerissen, ist der Patient nicht fähig zu laufen. Röntgenaufnahmen, die im Liegen hierzu durchgeführt werden, zeigen trotzdem keinerlei krankhaften Befund. Würde das Knie oder auch das ganze Bein von einem Neurologen untersucht, weil der Patient nicht laufen kann, wären keinerlei neurologischen Veränderungen zu erkennen. Wenn der Radiologe aber eine gehaltene Aufnahme, also eine funktionelle Aufnahme von jenem Kniegelenk anstrebte, könnte er damit sofort eine Fehlfunktion des Kniegelenkes, also die Vergrößerung des Kniegelenkspalts in krankhafter Form festgestellen. Ebenso verhält es sich bei Bänderverletzungen an der Halswirbelsäule, die bei konventionell angefertigten Röntgen- oder MRT-Aufnahmen nicht dargestellt werden.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Flügelband aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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