Meine Merkliste
my.bionity.com  
Login  

Domperidon



Steckbrief
Name (INN) Domperidon
Wirkungsgruppe

Dopamin-Antagonist

Handelsnamen

Motilium®

Klassifikation
ATC-Code A03FA03
CAS-Nummer 57808-66-9
Verschreibungspflichtig: Ja

Ähnliche Arzneistoffe suchen

Fachinformation (Domperidon)
Chemische Eigenschaften

IUPAC-Name: 5-Chloro-1-[1- [3-(2,3-dihydro-2-oxo-1H-benzimidazol-1-yl) propyl]-4-piperidinyl]-1,3- dihydro-2H-benzimidazol-2-on
Summenformel C22H24ClN5O2
Molare Masse 425,911 g/mol

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Domperidon ist ein Arzneistoff, der zur Behandlung und Vorbeugung von Erbrechen und Übelkeit Anwendung findet (Antiemetikum). Es gehört wie Metoclopramid zu den Dopamin-Antagonisten.

Chemie

Bei Domperidon handelt es sich um ein Piperidin-Derivat und es ist verwandt mit Pimozid und den Butyrophenonen, gehört also zur Klasse der Benzimidazole.


Wirkungsweise

Der Neurotransmitter Dopamin kann Erbrechen, Übelkeit und Störungen in der Magen-Darm-Motorik (Motilitätsstörungen) hervorrufen. Domperidon verhindert, dass Dopamin an den zugehören Rezeptoren (D1 und D2) binden kann, indem es diese belegt und somit blockiert.

Da Domperidon im Gegensatz zum Metoclopramid die Blut-Hirn-Schranke kaum überwinden kann, hat es nahezu keinen Einfluss auf das zentrale Nervensystem, sondern wirkt lediglich peripher. Daher wird es auch in Kombination mit zentralen Dopamin-Agonisten wie L-Dopa eingesetzt, um die peripheren Wirkungen dieser Medikamente zu minimieren. Des Weiteren erfolgt so keine direkte Wirkung am Brechzentrum, so dass es bei Kinetosen keine und im Allgemeinen eine schwächere Wirkung als Metoclopramid aufweist.

Überdies hinaus hat sich herausgestellt, dass Domperidon die Produktion des Hormons Prolactin anregt, welches seinerseits das Milchdrüsengewebe der Mutterbrust stimuliert. Allerdings ist dieser Mechanismus nicht offiziell vom Hersteller dokumentiert und daher wird Domperidon nicht für diesen Zweck verschrieben.

Das Originalpräparat wird unter dem Namen Motilium® vertrieben.


Siehe auch: Metoclopramid

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Domperidon aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.