| Strukturformel
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| Allgemeines
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| Name
| Dirheniumdecacarbonyl
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| Summenformel | C10O10Re2
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| CAS-Nummer | 14285-68-8
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| Kurzbeschreibung | weißer Feststoff
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| Eigenschaften
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| Molare Masse | 652.515 g·mol−1
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| Aggregatzustand | fest
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| Schmelzpunkt | 170°C
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| Löslichkeit
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gut löslich in organ. Lösungsmitteln
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| Sicherheitshinweise
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Dirheniumdecacarbonyl (oft auch als Rheniumdecacarbonyl bezeichnet) war das erste bekannte stabile Metallcarbonyl des Elements Rhenium und wurde von Hieber, der als Pionier der Metallcarbonylchemie gilt, 1941 synthetisiert.
Produkt-Highlight
Darstellung
Der Feststoff wird aus Dirheniumheptaoxid direkt durch Reduktion mit Kohlenmonoxid hergestellt.[1]
Eigenschaften
Re2(CO)10 ist ein Metallcarbonyl mit Metall-Metall-Bindung und somit gemäß der Definition von Cotton als Metallcluster anzusehen. Die äquatorialen Carboylliganden des in der Oxidationsstufe 0 vorliegenden Rhenium-Fragments Re(CO)5 haben im Molekül eine gestaffelte Anordnung zueinander. Der Metall-Metall-Bindungsabstand wurde mit Einkristallröntgenstrukturanalyse bestimmt und beträgt 304 pm.[2].
Re2(CO)10 erfüllt die 18-Elektronen-Regel: (Rhenium hat 7 Außenelektronen (14), jeder Carbonylligand steuert 2 Elektronen bei (20), die Metall-Metall-Bindung verfügt über 2 Elektronen: 14 + 20 + 2 = 36).
Die Substanz wird als Startmolekül für andere Rheniumverbindungen, insbesondere für Cluster, benutzt, da die CO-Liganden leicht gegen andere Liganden ausgetauscht werden können.
Reaktionen
- Eine klassische Reaktion zu anionischen Carbonylkomplexen besteht in der Basenreaktion nach Hieber. Bei dieser Reaktion greift die Base OH- am Carbonyl-C-Atom an, das primäre Additionsprodukt zerfällt und das Carbonylmetallat wird gebildet. So entsteht beispielsweise HRe(CO)5 [3].
- Setzt man Dirheniumdecarcarbonly oder dessen homologe Verbindungen Mn2(CO)10 bzw. Tc2(CO)10 mit Halogenen um, so erhält man die Carbonylhalogenide: M2(CO)10 + Hal2 → 2 HalM(CO)5. Auf diese Weise sind BrMn(CO)5, ClMn(CO)5, ClRe(CO)5 und BrRe(CO)5 etc. erhältlich.
- Die Kombination beider genannter Verfahren dient zur Synthese gemischter Metallcarbonyle: BrMn(CO)5 + -Re(CO)5 → MnRe(CO)10
- Weitere Reaktionen beruhen auf Ligandenaustauschreaktionen und/oder thermischer oder photochemischer Behandlung der Carbonyle.
Quellen
- ↑ W. Hieber, H. Fuchs: Über Metallcarbonyle. XXXVIII. Über Rheniumpentacarbonyl. . doi:10.1002/zaac.19412480304
- ↑ M.R. Churchill, K.N. Amoh, H.J. Wasserman: "Redetermination of the crystal structure of dimanganese decacarbonyl and determination of the crystal structure of dirhenium decacarbonyl" Inorg. Chem. 20 (1981) 1609
- ↑ B.H. Byers, T.L. Brown: "The characteristics of M(CO)5 and related metal carbonyl radicals; abstraction and dissociative and oxidative addition processes" J. Am. Chem. Soc. 99 (1977) 2527
Literatur
- Ch. Elschenbroich, A. Salzer: "Organometallchemie" Teubner Taschenbücher Chemie 1990 [ISBN 3-519-23501-3]
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