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Capsula interna



Die Capsula interna (deutsch: innere Kapsel) ist die größte Ansammlung von Nervenfasern, die zur Großhirnrinde aufsteigen oder von der Großhirnrinde absteigen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Anatomie

  Anatomisch medial begrenzt von Thalamus und Nucleus caudatus, lateral begrenzt von Globus pallidus und Putamen. Im Horizontalschnitt sind ein Crus anterius (vorderer Schenkel), ein Crus posterius (hinterer Schenkel) und das die beiden Crura verbindende Genu capsulae internae (Knie) zu erkennen. Folgende wichtige Bahnen ziehen durch die Capsula interna und verbinden so die Großhirnrinde mit tiefer liegenden Strukturen bzw. dem Rückenmark:


Im Crus anterius verlaufen:

  • Tractus frontopontinus
  • vorderer Thalamusstiel

Im Genu verläuft:

  • Tractus corticonuclearis

Im Crus posterius verlaufen:

  • Tractus corticospinalis (Pyramidenbahn)
  • Tractus temporopontinus
  • oberer Thalamusstiel
  • Teile der Hör- und Sehbahn (untere Capsula interna)


Blutversorgung

Die Blutversorgung der Capsula interna erfolgt vor allem durch die Arteriae thalamostriatae aus der Arteria cerebri media sowie den Ramus genus capsulae internae, einem Ast der Arteria choroidea anterior.

Pathologie

Schädigungen in diesem Bereich, beispielsweise im Rahmen eines Schlaganfalls (Mediainfarkt), können unter anderem zu einer kontralateralen Hemiparese führen.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Capsula_interna aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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