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Capecitabin



Strukturformel
Bezeichnungen
Freiname Capecitabin
IUPAC-Name Pentyl-[1-(3,4-dihydroxy-5-methyl-tetrahydrofuran-2-yl)-
5-fluor-2-oxo-1H-pyrimidin-4-yl]-aminomethanoat
Summenformel C15H22FN2O6
CAS-Nummer 154361-50-9
Chemisch-physikalische Daten
Molare Masse 359,35 g/mol
Schmelzpunkt 110-121 °C
Siedepunkt

Capecitabin (Handelsname Xeloda®, Roche) ist ein Analogon des Nukleosids Uridin und wird als orales Zytostatikum zur Therapie von metastasierten Dickdarmkrebs eingesetzt.

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Pharmakologie

Capecitabin ist eine Prodrug, eine Vorstufe zu einem therapeutischen Wirkstoff: Nach der Aufnahme (Resorption) im Magen-Darmtrakt wird dieser in die eigentlich wirksame Substanz – hier zum zytotoxischen 5-Fluoruracil (5-FU) – umgewandelt.

Die Wirksamkeit von Capecitabin ist deshalb mit 5-FU vergleichbar. Allerdings vertragen die Patienten Capecitabin eher besser und müssen deutlich seltener wegen schwerer Nebenwirkungen behandelt werden.

Nebenwirkungen

Seltener als bei 5-FU sind insbesondere Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und vor allem Stomatitis. Dennoch kann es auch unter Capecitabin zu schwerem Durchfall kommen. Deutlich häufiger kam es bei der peroralen Medikation zum Hand-Fuss-Syndrom. Die Symptome reichen von Taubheitsgefühl, Kribbeln und Missempfindungen bis zu starken Schmerzen in Handflächen und Fusssohlen. Es kann auch zu Geschwür- und Blasenbildung an Händen oder Füssen kommen.

Anwendung

Capecitabin wird zweimal täglich, morgens und abends, innerhalb von 30 Minuten nach einer Mahlzeit eingenommen. Je nach Dosierung muss der Patient jeweils drei bis sieben Tabletten schlucken. Bei schweren Nebenwirkungen muss die Therapie unterbrochen oder die Dosis reduziert werden.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Capecitabin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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